Mietschulden eintreiben? Ja, aber nicht so…

08.02.2017 |  Von  |  News
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Mietschulden eintreiben? Ja, aber nicht so…
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Kommt der Mieter schon seit Monaten seinen Zahlungen nicht mehr nach, verlieren selbst erfahrene Vermieter die Fassung. Insbesondere, wenn vorab viel Geld in die Immobilie investiert wurde oder es sich dabei um eine Kapitalanlage handelt, die sich eigentlich selbst finanzieren soll, ist der Ärger groß.

Deshalb kommen Vermieter, die die Nase davon voll haben, den regulären Weg zu gehen, schon mal auf abwegige Ideen und versuchen, den säumigen Mieter auf anderem Wege zur Zahlung zu bewegen.

Die Immobilienexperten der plusForta GmbH (vermietsicher.de) haben die kreativsten und absurdesten Methoden zum Eintreiben von Schulden aus aller Welt gesammelt. Sich an diesen ein Beispiel zu nehmen, ist jedoch für Vermieter nicht ratsam:

Keycard gesperrt

Was für uns aufs erste Hören wenig dramatisch klingt, ist für die Mieter des Burj Khalifa, des höchsten Gebäudes der Welt, eine echte Qual. Den Mietern, die ihren Zahlungen nicht nachgekommen sind, hat der Vermieter kurzerhand die Schlüsselkarte gesperrt. Die Mieter kamen dann zwar noch in die Wohnung, konnten aber weder den Aufzug noch die Klimaanlage in Gang setzen.

Bei einem Gebäude, bei dem man 50 oder 100 Etagen überwinden muss, ehe man in die eigene Wohnung gelangt, die bei Außentemperaturen von über 40 Grad Celsius noch dazu einer Sauna gleicht, kann man sich vorstellen, wie hart diese Maßnahme die Mieter getroffen hat. Dass kurze Zeit später die Schulden beglichen waren, versteht sich von selbst.

Die Wohnanlage wird zur Müllhalde

Der gleiche Vermieter drohte anderen Mietern damit, dass er ihren Müll nicht mehr abholen lassen würde, wenn sie sich weiterhin weigerten, ihren Zahlungen nachzukommen. Die Vorstellung allein scheint bei den Mietern bereits ein solches Unbehagen ausgelöst zu haben, dass die Drohung genügte.

Mit der Kettensäge drohen

Allerdings gibt es nicht nur in Dubai krude Maßnahmen, den Mieter dazu zu bringen, seine Mietschulden zu begleichen. Bei einem Vermieter, der bereits seit längerem Auseinandersetzungen mit seinen Mietern hatte, ist das Fass übergelaufen: Er schnappte sich kurzerhand seine Kettensäge und versuchte so, seine Mieter davon zu überzeugen, dass es jetzt an der Zeit sei, seinen Forderungen nachzukommen.

Anstatt sich dem zu beugen, alarmierten sie die Polizei, die den Vermieter erst damit drohen musste, ihn zu erschießen, bevor er die Kettensäge ausstellte.

An den Pranger stellen

In den Zeiten von Social-Media-Netzwerken ist es einfacher denn je, Menschen öffentlich bloß zu stellen. Es genügt, den Namen, Wohnort und die Höhe der Mietschulden online zu kommunizieren und die Schande ist groß. Aber soweit muss man gar nicht erst gehen: Für immense Peinlichkeit sorgte ein Vermieter, indem er im Garten seiner Mieter ein Schild aufstellte, mit dem er um die Zahlung der Miete bat und auf diese Weise seiner Forderung Nachdruck verlieh.

Robert Litwak, Geschäftsführer der plusForta GmbH (vermietsicher.de), rät: „Anstatt derartige Maßnahmen zu ergreifen, sollte man mit dem Mieter Kontakt aufnehmen und gemeinsam nach einer einvernehmlichen Lösung – wie zum Beispiel eine Ratenzahlung – suchen. Hat dies keinen Erfolg, sollte man ein Inkassobüro einschalten. So signalisiert man seinem Mieter wie ernst es einem ist, ohne ihm zu drohen.“

 

Quelle: vermietsicher.de
Artikelbild: vermietsicher.de



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