Schmutz und Dreck bei den Umzugsarbeiten? So reinigen Sie den Siphon

02.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Schmutz und Dreck bei den Umzugsarbeiten? So reinigen Sie den Siphon
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Sicherlich kommt es vor, dass sich im Siphon von Spüle, Waschbecken, Badewanne und Co. von Zeit zu Zeit Ablagerungen ansammeln. Zum Beispiel Haare, Schmutzpartikel oder ähnliche Dinge. In dem Fall ist es unerlässlich, diese Ablagerungen zu entfernen und den Abfluss zu reinigen, um mögliche Überschwemmungen zu vermeiden. Was aber ist zu tun, wenn der Umzug in eine Immobilie ansteht, die längere Zeit nicht bewohnt war, und die Verschmutzungen in den Siphons entsprechend hartnäckig sind?

Zugegeben, sonderlich angenehm ist es nicht, einen verstopften Abfluss wieder sauber und funktionsfähig zu machen. Denn häufig hat man es in diesem Zusammenhang nicht nur mit einer unansehnlichen Brühe zu tun, die sich im Becken angesammelt hat. Auch die abgesonderten Gerüche, bedingt durch Bakterien, haben es meistens in sich. Es besteht also Handlungsbedarf.

Schnell und effizient zu Werke gehen

Warum viel Geld für einen Handwerker ausgeben, wenn Sie den Siphon durchaus auch selbst reinigen können? Das ist in der Tat einfacher, als Sie denken. Auch das dafür erforderliche Equipment ist meist in jedem Haushalt vorhanden. Anderenfalls sind die Utensilien schon für kleines Geld im gut sortierten Baufachmarkt zu haben. Sie benötigen:

  • alte, saubere Haushaltstücher,
  • eine Siphonzange,
  • eine Rohrreinigungsspirale,
  • eine herkömmliche Flaschenbürste,
  • einen Eimer,
  • Essigessenz,
  • Dichtungsringe.

Nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie mit Bedacht an die Sache heran.

  • Bevor Sie im ersten Schritt zur Siphonzange greifen, sollten Sie den Eimer unter das Rohr stellen. Denn in der bogenähnlichen Vertiefung im Inneren des Abflusses sammelt sich immer etwas Wasser an. Wenn das beim Öffnen herausspritzt, ist das wahrlich nicht angenehm. Sinnvollerweise wickeln Sie zusätzlich ein Tuch um das Rohr. Dadurch wird verhindert, dass nach dem Ablaufen des Wassers überschüssige Tropfen den Boden verunreinigen.
  • Lösen Sie nun mit der Zange den Ring, der das Rohr umschliesst. Ziehen Sie das obere und untere Teil auseinander und schieben sie so zur Seite, dass Ihnen nun ein ausreichender Zugang zum Inneren des Siphons zur Verfügung steht.
  • Mit der Flaschenbürste können Sie Verkrustungen, Dreck und Co. leicht herausholen. Tiefer sitzenden Schmutz entfernen Sie am besten mit der Rohrreinigungsspirale. Wenngleich bei diesem Arbeitsschritt weitere unangenehme Gerüche aus dem Inneren des Abflusses entweichen, sollten Sie konzentriert und sorgfältig arbeiten. Verschmutzungen, die aufgrund einer oberflächlichen Arbeitsweise im Innenbereich hängen bleiben, können schon bald erneut zur Schmutzfalle werden. Denn vorbeifliessende Partikel werden sich schnell darauf ablegen. Schon bald hätten Sie es mit einer weiteren Verstopfung zu tun.
Bei fliessendem Wasser lösen sich letzte Verschmutzungen noch leichter. (Bild: Marutti / Shutterstock.com)

Bei fliessendem Wasser lösen sich letzte Verschmutzungen noch leichter. (Bild: Marutti / Shutterstock.com)

  • Danach ist es ratsam, auch den Abfluss im oberen Bereich zu reinigen. Lassen Sie dafür am besten das Wasser laufen, aber vergessen Sie nicht, wieder den Eimer unterzustellen. Bei fliessendem Wasser lösen sich letzte Verschmutzungen noch leichter.
  • Sobald die Verunreinigungen beseitigt sind, können Sie den Siphon wieder verschliessen. Achten Sie unbedingt darauf, Dichtungsringe einzusetzen. Die alten dürfen Sie getrost entsorgen, denn mögliche Verschleisserscheinungen können über kurz oder lang eine Undichtigkeit des Rohres herbeiführen. Setzen Sie in jedem Fall neue Dichtungsringe ein. Die sind im Baumarkt äusserst günstig erhältlich und zeichnen sich durch einen buchstäblich unbezahlbaren Dichtungseffekt aus. Sparen Sie also nicht am falschen Ende.
  • Der Siphon ist nun wieder sauber, und das Wasser kann uneingeschränkt fliessen. Spülen Sie sicherheitshalber noch mit ein wenig Essigessenz nach, um den unangenehmen Geruch zu beseitigen.

Ist es nicht ein gutes Gefühl, in Eigenregie tätig gewesen zu sein und das Geld für den Sanitärfachmann gespart zu haben? In Zukunft können Sie diese leidige Arbeit aber durchaus weitgehend vermeiden. Achten Sie nach dem Umzug in Ihrem neuen Zuhause in erster Linie darauf, dass wirklich nur Flüssigkeiten in den Abfluss gegossen werden, die möglichst keine festen Bestandteile beinhalten. Essensreste, Frittieröl, Steinchen oder sonstige harte Klümpchen dürfen auf keinen Fall durch den Siphon entsorgt werden.

Jede Verschmutzung lagert sich sehr leicht im Inneren ab und ist in gewisser Weise eine Auffangstelle für weiteren Schmutz. Werden Essensreste in den Ausguss gekippt, brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn sich eines Tages Ungeziefer in Ihren Spül- oder Waschbecken gütlich tut. Ein zusätzliches Ärgernis mit fatalen Folgen.

Wissenswert ist darüber hinaus, dass heisses Frittierfett zum einen das Innere des Siphons beschädigen kann. Andererseits wird abkühlendes Fett schnell hart und ranzig, und es setzt sich unbarmherzig im Rohr ab. Mit der Konsequenz, dass Sie schon bald erneut zu Siphonzange, Eimer und Co. greifen müssen, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Tipp:

Eine klassische Gummiglocke, vielerorts auch als so genannter Pümpel bekannt, sollte in keinem Haushalt fehlen. Mit diesem praktischen Gerät ist es mit nur wenigen Handgriffen möglich, kleinere Ablagerungen im Siphon nachhaltig zu entfernen. Sicherlich haben sich mittlerweile am Markt zahlreiche ähnliche Helferlein etabliert. Fakt aber ist, dass die meisten Verbraucher letztlich doch stets auf die Gummiglocke zurückkommen.

 

Oberstes Bild: © vvoe – Shutterstock.com



Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


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