Schweizer Gewerbeimmobilien als überteuert eingeschätzt

09.11.2016 |  Von  |  News
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Schweizer Gewerbeimmobilien als überteuert eingeschätzt
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Gewerbeimmobilien in der Schweiz werden von Experten zunehmend als zu teurer beurteilt. Zu diesem Schluss kommt der Switzerland Commercial Property Monitor Q3 2016 der RICS (Royal Institution of Chartered Surveyers). Mit 40 % Steigerung (= 36 % gegenüber 26 % im Q2) im letzten Quartal wurde seit Beginn der Studie im Q1 2015 damit der Höchstwert erreicht.

Das RICS Global Ranking widerspiegelt die internationale Wahrnehmung der Gewerbeimmobilien-Werte. Die Schweiz besetzte in den letzten zwei Quartalen (Q2 und Q3 2016) jeweils die Spitzenpositionen in der Rangliste und liegt dabei weit vor den Nachbarländern Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien. 90 % der befragten Immobilien-Experten halten Schweizer Immobilien für überteuert.



Die Studie wurde unter 500 RICS-Einzelmitgliedern in der Schweiz durchgeführt, die mit führenden Immobiliengesellschaften zusammenarbeiten. Ergebnisse der Studie zeigen Folgendes:

  • Die befragten Experten rechnen damit, dass sowohl Kapitalwerte (-0,6 %) als auch Mieterträge (-1,3 %) für erstrangige Büroimmobilien über die nächsten zwölf Monate sinken werden. Die Durchschnittswerte für Gewerbeimmobilien betragen -3,4 % und -3,5 %.
  • Zweitrangige Einzelhandelsobjekte werden im Vergleich zu allen anderen Sektoren am schlechtesten bewertet. Experten erwarten, dass Kapitalwerte (-7,5 %) und Mieterträge (-6,6 %) über die nächsten zwölf Monate sinken werden.
  • Die Nachfrage nach Mietraum sinkt in allen Segmenten – Dies halten +27 % mehr Befragte für wahrscheinlicher als einen Anstieg der Preise.
    Das Angebot an vermietbarer Fläche steigt mit einem Zuwachs von +45 % stark an. Als Folge bieten Vermieter attraktive Sonderkonditionen an.
  • Die positiven Entwicklungen gehen im 3. Quartal zurück – Einen Rückgang halten +16 % mehr Befragte für wahrscheinlicher als einen Zuwachs. Dies ist der erste Rückgang in 2016, während die Werte in Q1 und Q2 stabil waren. Besonders signifikant ist in diesem Quartal der Rückgang für Einzelhandelsobjekte (-30 %).

Hans Rudolf Hauri (FRICS), Verwaltungsratspräsident von RICS Schweiz, sagt: „Kunden erwarten immer innovativere Angebote, um die Rentabilität ihrer Immobilien zu maximieren. In der Branche wurden bereits verschiedene Initiativen lanciert, welche die steigende Nachfrage nach Immobilien-Experten befriedigen sollen. Dies beinhaltet beispielsweise die kürzlich beschlossene Zusammenarbeit zwischen der IFMA (International Facility Management Association) und RICS.“

 

Artikel von: RICS Schweiz
Artikelbilder: © RICS Schweiz



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