Schweizer Gewerbeimmobilien für fast 9 von 10 Experten überteuert

26.05.2016 |  Von  |  News
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Schweizer Gewerbeimmobilien für fast 9 von 10 Experten überteuert
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87% der befragten Immobilien-Experten halten Schweizer Gewerbeimmobilien für überteuert – im 4. Quartal 2015 waren es noch 71%. Dies bedeutet eine Steigerung um +23%.

Gemäss dem Switzerland Commercial Property Monitor Q1 2016 der Royal Institution of Chartered Surveyers’ (RICS) nahm die Investitionsnachfrage – nach einer leichten Erholung im 4. Quartal 2015 – im 1. Quartal 2016 wieder ab. 6 von 10 der befragten Experten gehen davon aus, dass sich der Markt derzeit in der frühen bis mittleren Phase eines Abschwungs befindet.

Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie unter den 500 RICS-Einzelmitgliedern in der Schweiz, die mit führenden Immobiliengesellschaften zusammenarbeiten:

  • Sowohl der Occupier Sentiment Index (OSI) als auch der Investment Sentiment Index (ISI), welche die Dynamik der Schweizer Miet- und Investoren-Märkte messen, wiesen eine deutlich negative Entwicklung zwischen Q4 2015 und Q1 2016 auf. Der OSI nahm zwischen Q4 2015 und Q1 2016 um -28% (von -41 bis -32), der ISI gar um -33 % (von -16 bis -12) ab.
  • Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Mietraum in allen Segmenten und dem wachsenden Angebot an Mietfläche – vor allem im Bereich der Büroimmobilien – wird erwartet, dass die Mieten stark sinken und die Vermieter attraktive Sonderkonditionen anbieten werden.
  • Der Rückgang bei den Investitionen ist vor allem auf die geringere Nachfrage der lokalen wie der internationalen Käufer zurückzuführen.
  • Experten rechnen damit, dass sowohl Anlagewerte als auch Mieten an Toplagen weniger stark sinken werden als in zweitrangigen Märkten. Erstklassige Industrie- und Büroimmobilien werden darunter am wenigsten leiden.

Sektor RICS Prognose (jährliche Veränderung in %)
Kapitalwert Mieten
Erstrangige Industrieimmobilien -0,9% -1,2%
Zweitrangige Industrieimmobilien -3,5% -5,2%
Erstrangige Büroimmobilien -0,9% -2,9%
Zweitrangige Büroimmobilien -4,6% -6,8%
Erstrangige Einzelhandelsobjekte -1,1% -2,6%
Zweitrangige Einzelhandelsobjekte -5,2% -7,4%
Durchschnitt aller Liegenschaften -2,7% -4,4%

Gemäss Hans Rudolf Hauri (FRICS), Verwaltungsrats-Präsident von RICS Schweiz, „bestimmen Grundvoraussetzungen wie die Lage und die Eignung für bestimmte Anforderungen der Mieter über die Zukunft von Immobilien. Darüber hinaus reagiert die Industrie auf die sich verändernden Anforderungen. Dazu gehört zum Beispiel die Anpassung von Preismodellen und Dienstleistungen für die neue Mieter-Generation, die sich schlüsselfertige Wohnungen wünscht und keine Verantwortung für die Gestaltung der Innenräume übernehmen möchte.“

 

Artikel von: RICS Switzerland / C-Matrix Communications
Artikelbild: © ImageFlow – Shutterstock.com



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