So sichern Sie Ihr neues Zuhause gegen Blitzschlag ab

28.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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So sichern Sie Ihr neues Zuhause gegen Blitzschlag ab
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In der Schweiz ist gerade in den Sommermonaten immer mal wieder mit dem einen oder anderen Gewitter zu rechnen. Je nach Schwere eines solchen Unwetters kann es dabei unter Umständen auch zu Beschädigungen am Haus kommen. Vor Ihrem Umzug ins neue Zuhause tun Sie demzufolge gut daran, das Gebäude gegen Blitzeinschläge abzusichern.

Mit einem Blitzableiter können Sie bereits eine ganze Menge zum Schutz Ihres Eigenheims tun. Aber es gibt weitere Massnahmen, die Sie diesbezüglich in Angriff nehmen können. Bei einem möglichen Versicherungsfall ist es übrigens von grosser Wichtigkeit, ob Sie Ihr Heim überhaupt mit einem Blitzschutz ausgestattet haben. Es lohnt sich, bei Ihrer Versicherung nachzufragen, wie es um die entsprechenden Konditionen bestellt ist. Im Zuge dessen bietet es sich an, Ihren persönlichen Versicherungsschutz mit Blick auf Blitz- oder Überspannungsschäden prüfen zu lassen.

Sinnvoll schützen, drinnen und draussen

Sinnvollerweise setzen Sie auf einen inneren und äusseren Blitzschutz am Haus. Der Blitzschutz, der im äusseren Bereich eines Gebäudes angebracht ist, trägt dazu bei, Blitzeinschläge abzufangen und sie unmittelbar in den Boden abzuleiten. Infolge dessen können Überspannungen durchaus effektiv verhindert werden.

Im Gegensatz dazu ist der sogenannte innere Blitzschutz geradezu elementar, wenn es darum geht, eventuelle Spannungsunterschiede durch einen Blitzeinschlag innerhalb des Wohnobjektes zu kompensieren. Denn diese Spannungsdifferenzen stellen mit Blick auf die mögliche Entstehung von Bränden in elektronischen bzw. elektrischen Geräten erfahrungsgemäss ein sehr hohes Risikopotenzial dar. Selbst wenn der Schlag nur wenige Sekundenbruchteile andauert, kann sich das katastrophal auswirken.

Die Vorteile des inneren Brandschutzes

Ganz gleich, ob Kabelbrände, Brände in Elektrogeräten etc.: Wichtig ist, schon vor dem Umzug ins neue Haus dafür Sorge zu tragen, dass eventuelle Blitzeinschläge möglichst keinen Schaden anrichten können.

Bedenken Sie, dass ein Blitzschlag ein äusserst beträchtliches elektrisches Magnetfeld generieren kann. Das bedeutet, in einer solchen Situation liegen in der normalen Steckdose nicht mehr nur rund 220 bzw. 230 Volt Spannung an, sondern es ist durchaus möglich, dass für einige wenige Sekunden gleich mehrere zigtausend Volt gebündelte Spannung in den Leitungen Ihres Hauses vorhanden sind. Dabei muss der Blitz keineswegs direkt vor Ort einschlagen. Vielmehr genügt es schon, wenn in etwa zwei bis vier Kilometern Entfernung Blitz und Donner ihr Unwesen treiben. Mit der Konsequenz, dass im schlimmsten Fall erhebliche Überspannungsschäden bei Ihnen zu Hause entstehen.

Ein sogenannter mehrstufiger Überspannungsschutz ist eine durchaus vielversprechende Lösung, um massive Schäden durch Blitzeinschlag zu verhindern. Diese moderne Sicherungsvorrichtung wird sowohl in den Steckdosen, als auch am Haupt- und an den Nebenverteilern installiert, wobei Sie mit Kosten in Höhe von rund 600 bis 800 Franken rechnen müssen. Sicherlich ein nicht unerheblicher Aufwand, allerdings ist eine derartige Investition buchstäblich unbezahlbar.

Wäre Ihr neues Eigenheim ausschliesslich mit einem äusseren Blitzschutz ausgestattet, bliebe der Wirkungseffekt gleich null. Denn selbst bei einer kurzzeitigen Überspannung der Leitungen können erhebliche Leitungsschäden entstehen und elektronische Geräte wie Fernseher, Musikanlage oder Computer ausser Betrieb gesetzt werden.

Blitzableiter. (Bild: Mingman / Shutterstock.com)

Blitzableiter. (Bild: Mingman / Shutterstock.com)

Unverzichtbar: der Blitzableiter

Während der Fachmann von einer äusseren Blitzschutzanlage spricht, ist die Bezeichnung „Blitzableiter“ im Volksmund geläufiger. Aber wie dem auch sei: Es handelt sich bei einem äusseren Blitzschutz um einen circa einen Zentimeter dicken Aluminium- oder Stahldraht. Diese an sich recht unspektakulär konzipierte Vorrichtung führt vom Dach aus über die Aussenwand bis hinein ins Erdreich und leitet mögliche Spannungsfelder durch Blitzeinschläge direkt in den Boden ab.

Tipp: Wenn Sie sich für die Installation eines Blitzableiters an Ihrem neu erworbenen Haus entscheiden, kämen rund 2000 Franken an Anschaffungs- und Installationskosten auf Sie zu.

Für den Fall, dass es trotz entsprechender Vorkehrungen bei einem Unwetter zu einem Schaden durch Blitzeinschlag gekommen ist, sollten Sie schnellstmöglich den Versicherungsfachmann Ihres Vertrauens kontaktieren. Aus Gründen der Beweissicherung empfiehlt es sich, aussagekräftige Fotos von dem entstandenen Schaden zu machen, um das Malheur auf diese Weise einfach dokumentieren zu können. Auch sollten Sie die zerstörten oder defekten Gegenstände nicht eher entsorgen, bis die Versicherung den Schaden begutachtet und gesichert hat.

Rechnungen aufbewahren kann die Schadensregulierung beschleunigen

Sicherlich wollen Sie eine möglichst umgehende Regulierung des Versicherungsschadens. Um das auch tatsächlich gewährleisten zu können, dürfen Sie Ihren Versicherer gerne bei der Arbeit unterstützen. Sofern Sie die jeweiligen Rechnungen oder Quittungen ordentlich aufbewahrt haben und direkt bei der Schadensmeldung vorlegen können, erleichtern Sie dem Versicherungsfachmann die Arbeit ungemein. Das sind die besten Voraussetzungen dafür, dass der Schaden schnell reguliert und das Geld binnen kurzer Zeit Ihrem Konto gutgeschrieben werden kann.

Grundsätzlich sind Blitzableiter in der Schweiz nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Es sei denn, die einzelnen Kantonsverordnungen setzen das Vorhandensein von Blitzschutzanlagen an Gebäuden voraus. Das ist jeweils in den Behörden vor Ort in Erfahrung zu bringen.

 

Oberstes Bild: © John Panella – Shutterstock.com



Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


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