Umzug mit Profis – sicher, aber auch kostspielig

29.06.2015 |  Von  |  Publi-Artikel
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Umzug mit Profis – sicher, aber auch kostspielig
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Einer der Kernpunkte bei jedem Wohnungsumzug ist die Entscheidung, wie gezügelt werden soll. Dafür bieten sich die beiden Varianten mit Umzugsspedition sowie in Eigenregie an.

Jede von ihnen hat ihre eigenen Vorteile, aber auch die eine oder andere Schwachstelle. Bei einem professionellen Umzug, also mit Möbelspedition, sind die Kosten der gewichtige Schwachpunkt.

Es beginnt damit, dass die Umzugsfirma meistens keinen feststehenden, verbindlichen Kostenvoranschlag machen kann und möchte. Der Auftraggeber muss diese unsichere Situation goutieren, er kann wenig dagegen tun. Die Argumentation, dass die Kosten für Umzugswagen, für Umzugsträger und Umzugshelfer nach Aufwand berechnet werden, der erst nach Umzugsende feststeht, ist nicht widerlegbar. Insofern ist der Kostenvoranschlag, der ausdrücklich als unverbindlich und freibleibend ausgewiesen wird, ein durchaus konkreter Anhaltspunkt für die zu erwartenden Umzugskosten – nicht mehr und nicht weniger.

Leistungsumfang der Zügelfirma klar definieren

Der Auftraggeber hat jedoch vielfältige Möglichkeiten, um sein finanzielles Risiko so weit zu minimieren und einzugrenzen, dass letztendlich nur noch die reale Anzahl der Mannstunden offenbleibt. Die Umzugskosten lassen sich senken, indem der Wohnungsumzug möglichst gut vorbereitet wird.

Dies bedeutet, das gesamte Umzugsgut abholbereit vorzubereiten, so dass es die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens nur noch aus der bisherigen Wohnung in den Umzugswagen und von dort in die zukünftige Mietwohnung tragen müssen. Für das Mobiliar sollte ein Lageplan erstellt werden, damit bekannt ist, was wo seinen Platz findet. Das bewegliche Umzugsgut wie Besteck, Geschirr und alles, was sich in oder auf den Schränken befindet, wird vorab in Umzugskartons verpackt.

Deren Inhalt wird aussen am Umzugskarton notiert. Die Kartons selbst werden nummeriert und mit einem Hinweis versehen, in welchem Raum sie abgestellt werden. Bei einem mittelgrossen Haushalt mit Arbeitszimmer, Jugendzimmer und Küche füllt das Umzugsgut durchaus mehrere Dutzend Umzugskartons. Diese werden frühzeitig vom Zügelunternehmen entweder auf Mietbasis oder zum Kaufen angeliefert. Am besten und effektivsten ist es, wenn der Aufwand für das Zügeln auf Tragen und Fahren beschränkt werden kann. Dieser Zeitaufwand ist messbar und nachprüfbar.


Ein Umzug mit Profis biete viele Vorteile, kann aber auch teuer sein. (Bild: © yulyla - Fotolia.com)

Ein Umzug mit Profis biete viele Vorteile, kann aber auch teuer sein. (Bild: © yulyla – Fotolia.com)


Kostenvoranschlag mit Umzugsgut in Kubikmetern

Eine wichtige Berechnungsgrundlage für die kalkulierte Zeitdauer des Umzuges ist der Umfang des Umzugsgutes. Dieser wird im Kostenvoranschlag in Kubikmetern ausgewiesen und ist das Ergebnis der Ortsbesichtigung durch den Möbelspediteur. In einer Arbeitsliste erfasst er sämtliche Möbelstücke, vom Schrank bis hin zum Stuhl. Die Inhalte kann er aufgrund der Mobiliargrösse abschätzen. Bei einem Vergleich mehrerer Angebote ist die Menge des Zügelguts in Kubikmetern eine Schlüsselzahl. Sie ist die Berechnungsgrundlage für die Mannstunden der Träger sowie für die Grösse des benötigten Möbelwagens. Letzterer wird umso teurer, je mehr Kubikmeter Mobiliar nebst Inhalt transportiert werden müssen. Ein „künstliches Kleinrechnen“ der Kubikmeter ist deswegen zwecklos, weil letztendlich ohnehin alles mitgenommen werden muss. Da ist es eher hilfreich, einige bis mehrere Kostenvoranschläge einzuholen und aus der Summe der jeweils kalkulierten Kubikmeter Umzugsgut einen Durchschnittswert zugrunde zu legen.

Nebenkosten abschliessend benennen

„Kleinvieh macht auch Mist“ – dies gilt auch bei einer Rechnung für den Wohnungsumzug. Um diesem Risiko aus dem Wege zu gehen, müssen schon im Kostenvoranschlag alle erdenklichen Kostenarten erfasst und realistisch kalkuliert werden, und zwar möglichst mit einem Festbetrag. Treppengelder, Stand- und Mautgebühren oder Kosten für Zusatzgeräte wie Schrägaufzug sollten nicht zur Überraschung werden, sondern von Beginn an bekannt sein. Dies gilt für Falt- und Kleiderkisten, Luftpolsterfolie oder Seidenpapier ebenso wie für Materialien wie Keile, Dübel oder Schrauben. In diesem Bereich summieren sich Kleinbeträge schnell zu einem dreistelligen Frankenbetrag.

Vorsicht bei Billiganbietern

Im Internet werben Billiganbieter mit ihren Umzugsunternehmen. Das Angebot reicht von Umzugsanbietern auf Onlineplattformen bis hin zur Angebotsversteigerung. Das klingt gut und lukrativ. Der Auftraggeber sollte sich jedoch weniger auf solche Billigangebote als vielmehr auf Referenzen und Empfehlungen verlassen.

Die Firmenwebseite des Unternehmens ist aussagefähig; sie bietet oftmals ein Gästebuch, in dem sowohl positive als auch kritische Erfahrungen der Kunden dokumentiert sind. Eine persönliche Empfehlung ist nach wie vor nicht zu ersetzen. Billiganbieter sind oftmals landesweit im Einsatz, und auch sie lassen sich an irgendeiner Stelle im Kostenvoranschlag, spätestens beim Umzug selbst, diesen Mehraufwand bezahlen. Sie müssen als kommerzielle Unternehmen ebenfalls Umsatz und Gewinn machen.



Haftung auf das Zügelunternehmen übertragen

Der Wohnungsumzug muss vom Auftraggeber gut vorbereitet sein. In dem Moment, in dem das Umzugsunternehmen tätig wird, übernimmt es auch die Haftung für das Umzugsgut. Hier gilt der Grundsatz: Wer anpackt, der haftet. Der Umziehende sollte dem Umzugsunternehmen „nicht dazwischenfunken“. Im Schadensfall kann dann gestritten werden, wer den Schaden verursacht und verschuldet hat. Dies geht nicht, wenn nur das Umzugspersonal zupackt.

Im Kostenvoranschlag muss auch geprüft werden, welches Umzugsgut garantiert ist und welches nicht durch das Zügelunternehmen versichert ist. Das kann bei Unterhaltungselektronik, bei PC oder bei besonderen Wertsachen durchaus fraglich sein. Umzugsversicherung und private Hausratversicherung müssen im Übrigen von der Höhe her miteinander korrespondieren; eine mögliche Differenz darf nicht zu Lasten des Umzugsgutes gehen.

Letzten Endes ist der Umzug eine Vertrauenssache. Am besten ist es daher, wenn eine Person Ihres Vertrauens ihrerseits schon positive Erfahrungen mit dem ausgewählten Umzugsunternehmen gemacht hat.

 

Oberstes Bild: © Kurhan – Fotolia.com



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