Selbstgenähtes für die neue Wohnung – Tipps und Anleitungen

09.09.2015 |  Von  |  Allgemein, Umzugspraxis
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Selbstgenähtes für die neue Wohnung – Tipps und Anleitungen
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Beim Umzug in eine neue Wohnung werden viele Möbel und Dekorationen neu erworben. Ein regelmässiger Blick in den Geldbeutel ist hierbei nicht zu vernachlässigen. Gerade was Wohntextilien wie Tischdecken oder Gardinen angeht, muss es nicht zwingend die teure Ware aus dem Fachhandel sein.

Mit etwas kreativem Geschick und der richtigen Nähmaschine lassen sich viele Ideen einfach selbst umsetzen, um die neue Wohnung passend zum eigenen Wohnstil einzurichten und mit Farben und Mustern aufzuwerten. Im Folgenden sollen tolle Anregungen bei der Wohnungsgestaltung helfen und konkrete Anleitungen die Anfertigung individueller Wohntextilien erleichtern.

Die Nähmaschine vielseitig für die neue Wohnung einsetzen

Bei der Verarbeitung von Stoffen zu Wohntextilien mit individuellem Charme wird vorrangig an Vorhänge für die Fenster sowie Tischdecken gedacht. Das Spektrum ist jedoch deutlich grösser und reicht von Türvorlegern über Kissenhüllen bis zur einzigartigen Patchwork-Decke für das Baby.

Eine moderne Nähmaschine mit oder ohne Overlook-Funktion verfügt über einige Dutzend Stiche, mit denen jenseits von Kleidungsstücken vielerlei Textilien professionell verarbeitet werden können. Im Vergleich zum Schneidern eines Kleides oder einer Bluse ist die Anfertigung von Wohntextilien vergleichsweise einfach. Decken, Vorhänge & Co. verfügen nicht über extravagante Formen, so dass ihre Anfertigung bereits Laien an der Nähmaschine gut gelingt.

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Die richtige Stoff- und Designauswahl für Selbstgenähtes treffen

Wer den Vorsatz getroffen hat, die eigene Wohnung um selbstgenähte Textilien zu bereichern, wird um grundlegende Gedanken zu Farben und Designs nicht herumkommen. Gerade wenn mehrere Textilien im gleichen Wohnraum eingesetzt werden, ist die gestalterische Abstimmung der Farbtöne unverzichtbar. Dies heisst nicht, dass ausschliesslich mit einer Stofffarbe gearbeitet werden muss. Allerdings sollten die Farbtöne der einzelnen Stoffe perfekt aufeinander abgestimmt sein. Auch mehrfarbige Stoffbahnen lassen sich zu unterschiedlichen Artikeln verarbeiten, was zu einem besonders harmonischen Anblick und einer maximalen Farbwirkung beiträgt.

Wenn Vorhänge oder Decken statt grösserer Farbflächen auffällige Muster tragen sollen oder sogar Motiv-Stoffe eingesetzt werden, ist die Festlegung auf ein bestimmtes Muster unverzichtbar. Selbst bei den gleichen Farbtönen entsteht eine irritierende Optik, wenn z. B. gepunktete Couchkissen auf eine gestreifte Tischdecke treffen. Eine schöne Variante ist es, auf einen auffällig gemusterten Stoff als Basis zu vertrauen und diesen um ein oder zwei einfarbige Stoffe zu ergänzen. In der Auswahl und Zusammenstellung ist Kreativität gefragt, die bei regelmässiger Nutzung einer Nähmaschine jedoch kein Hindernis darstellen dürfte.


Die Stoffe müssen beim Nähen sorgfältig ausgewählt werden. (Bild: © FeyginFoto - shutterstock.com)

Die Stoffe müssen beim Nähen sorgfältig ausgewählt werden. (Bild: © FeyginFoto – shutterstock.com)


Den Charakter der Wohnung durch ausgewählte Stoffe betonen

Nicht jeder Stoff und jede Textilie ist für alle Wohnungstypen gleichermassen geeignet. Dies setzt bereits bei der Frage an, ob wenige Quadratmeter Wohnfläche in Räumen mit kleinen Fenstern durch das Aufhängen von Vorhängen noch zusätzlich verkleinert werden sollen. Bei der Auswahl der Stoffe ist ausserdem zu überlegen, ob alleine ein Blickschutz vor neugierigen Nachbarn oder eine Verdunklung des Raumes gewünscht ist. Dichte und Art des Stoffes nehmen hierauf Einfluss, genauso wird das Ambiente des Raumes erheblich vom Farbton der Gardinen und Vorhänge geprägt.

Für Wohntextilien wie Tischdecken oder Kissen sollte ein Bezug zu Möbeln und Deko-Objekten hergestellt werden. Wird die Wohnung beispielsweise im hellen und freundlichen Landhausstil eingerichtet, sind Naturfarben wie Braun, Grün oder Orange für die Wohntextilien ideal. Mit kräftigem Rot oder dunklem Blau lässt sich der Charakter des Zimmers erheblich beeinflussen, während es im Kinderzimmer bunt und mit auffälligen Motiven zugehen darf. Für die Auswahl der passenden Stoffe, die mittels eigener Nähmaschine zu einzigartigen Wohntextilien werden sollen, ist deshalb genauso viel Zeit und Ruhe wie beim Möbelkauf für die neue Wohnung einzuplanen.


Von Quilts bis Vorhängen - Selbstgenähtes gibt der neuen Wohnung eine individuelle Note. (Bild: Iriana Shiyan - shutterstock.com)

Von Quilts bis Vorhängen – Selbstgenähtes gibt der neuen Wohnung eine individuelle Note. (Bild: Iriana Shiyan – shutterstock.com)


Selbst einen Vorhang für die Wohnungseinrichtung nähen

Trotz des grossen Formates gehört der Vorhang für eine Fensterfront zu den einfachen Aufgaben an der eigenen Nähmaschine.

Benötigt wird Vorhangstoff in der bevorzugten Farbe, der zwei- bis dreimal so breit wie die Fensterfront gekauft werden sollte. Bei der Länge ist zu überlegen, ob der Stoff lediglich das Fenster selbst abdecken sollte oder bis zum Boden hinabreichen darf. In jedem Fall sollten 15 bis 20 Zentimeter für den Saum einkalkuliert werden. Neben einfachem Nähgarn ist Kräuselband in der gekauften Stoffbreite unverzichtbar.

Wird der Stoff in gewünschter Länge und Breite bereits im Fachgeschäft vorgeschnitten, sollte dies auf Rapport erfolgen, damit beim Zuziehen der Gardine die Muster oder Motive perfekt ineinander übergehen. Im ersten Schritt an der Nähmaschine sollten die Seitenkanten versäubert werden. Eine Breite von 1,5 cm reicht hierbei seitlich meist aus und ist hiernach einfach abzusteppen.

Im nächsten Schritt ist der Saum für das Vorhangband abzusteppen, wobei etwas mehr als das Doppelte der Bandbreite als Umschlag für den Saum eingerechnet werden sollte. Ist alles abgesteckt, lässt sich zunächst der untere Rand mit einer Overlocknaht oder einem Zickzackstich versäumen. Hiernach werden Umschlag und Saum nach links abgesteckt und vernäht. Im abschliessenden Schritt wird das Vorhangband eingenäht, wovor der abgenähte Umschlag mit Saum noch einmal nach links abgesteckt wird und als Auflage des Vorhangbandes dient. Ist dieses richtig aufgesteppt, lässt sich direkt und mühelos vom Kräuseleffekt beim Zusammenziehen der Vorhänge profitieren.


Mit Geschick lassen sich tolle selbstgenähte Tischdecken zaubern. (Bild: © bittedankeschön - fotolia.com)

Mit Geschick lassen sich tolle selbstgenähte Tischdecken zaubern. (Bild: © bittedankeschön – fotolia.com)


Tischdecken für die neue Wohnung selbst nähen

Bei der eigenständigen Anfertigung einer Tischdecke ist neben der Breite und Länge des Tisches und dem gewünschten Überhang eine Zugabe von fünf Zentimetern für den Saum einzurechnen.

Wesentliche Herausforderung bei einer Tischdecke ist das Abnähen der sogenannten Briefecke, die mit einer speziellen Faltung umgesetzt wird. Hierfür empfiehlt es sich, zunächst nur einen kleinen Umschlag von einem Zentimeter an sämtlichen Seiten abzubügeln und hiernach die Bügelkanten genau übereinanderzulegen. Entlang dieser Bügelfalte muss nun genau genäht werden, was bei grösseren Tischdeckenmassen zur Herausforderung werden kann.

Ist dieser Schritt gelungen, verfügt die Tischdecke an allen vier Ecken über die markant geformten Briefecken, die das Stück Stoff in seiner grundlegenden Form halten. Hiernach gilt es lediglich noch, den eigentlichen Saum der Decke zu nähen, wofür die verbleibenden vier Zentimeter des einkalkulierten Saum-Masses einfach umgeschlagen werden. Nach ihrer Fixierung mit Nadeln wird an den vier Ecken des Stoffes die Briefecke eingeklappt und glattgebügelt, wonach der umgeschlagene Saum noch einmal geglättet und letztendlich mit einem einfachen Overlock- oder Zickzackstich vernäht wird. Wichtig ist, beim Kauf des Stoffes an allen Seiten eine Zugabe von fünf Zentimetern für den Saum einzurechnen.


Auch an selbstgenähten Accessoires können sich Nähfreudige kreativ ausleben. (Bild: © Matthias Krüttgen - fotolia.com)

Auch an selbstgenähten Accessoires können sich Nähfreudige kreativ ausleben. (Bild: © Matthias Krüttgen – fotolia.com)


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Weitere Inspirationen und Anleitungen finden

Wer Lust hat, neben Tischdecke und Vorhang weitere Stoffartikel für die neue Wohnung selbst zu gestalten, wird vielerorts die passenden Anleitungen und kreative Anregungen erhalten. Der einfache Blick ins Internet reicht bereits aus, um in Haushaltsforen tolle Ideen für die Wohnraumgestaltung zu gewinnen. Da Selbstgenähtes gerade bei der jungen Generation wieder absolut im Trend liegt, findet gerne ein Ideenaustausch statt, um sich in der Stoffwahl oder bei der professionellen Umsetzung mit der Nähmaschine inspirieren zu lassen. Neben praktischen Artikeln für die Gestaltung der neuen Wohnung stehen häufig auch Dekorationen oder alltägliche Objekte wie Taschen und Beutel im Vordergrund, die ausserhalb der Wohnung zu einem attraktiven Begleiter werden.

Sollte die eigene Nähmaschine seit Monaten oder Jahren ungeachtet in der alten Wohnung gestanden haben, ist der Umzug in eine neue Wohnung die beste Gelegenheit zum Entstauben.

Falls neue Stoffe beim Händler vor Ort und nicht im Internet bestellt werden, lässt sich durch ein Fachgespräch schnell die Eignung für eigene Vorhaben abklären. Während für den Blick des Laien verschiedene Stoffe in Farbe und Festigkeit gleich wirken, wird der Verkäufer die Unterschiede in eine Beratung in Anspruch zu nehmen, bewahrt vor einem Fehlkauf und sichert zu, dass der Einzug in die neue Wohnung garantiert zu einem erstklassigen Wohngefühl führt.

 

Oberstes Bild: © Kapa1966 – shutterstock.com



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