Minimalistisch umziehen: Wie man sich von Ballast trennt und Zeit spart
belmedia Redaktion Umzugsplanung Umzugspraxis
Ein Umzug bietet die optimale Gelegenheit, sich endlich von unnötigen Gegenständen zu befreien. Wer vor dem Umzug aussortiert und entrümpelt, kann am Ende nicht nur Zeit und Energie sparen, sondern auch bares Geld.
Zudem verspricht ein minimalistischer Umzug in den neuen vier Wänden sofort ein geordnetes Zuhause.
Die meisten Menschen unterschätzen noch immer die Vorteile einer Entrümpelung vor dem Umzug. Insbesondere wenn der Auszug ansteht, ist dies der ideale Zeitpunkt, sich von einigen Dingen im alten Haushalt zu trennen. Bereits beim Aussortieren bzw. Ausmisten kann man mit Effizienz zur Sache gehen. Das beinhaltet eine möglichst frühe Planung, eine sinnvolle Struktur beim Aussortieren und schliesslich ein gezieltes Entrümpeln.
Wer wertvolle Vorarbeit leistet und sich insgesamt gut organisiert, kann den Umzugsprozess beschleunigen und dem eigentlichen Umzug entspannt entgegenblicken. Mit der Hilfe von der Familie und Freunden oder durch das Engagieren eines professionellen Umzugsservices wird der Wechsel ins neue Eigenheim noch stressfreier.
Warum Entrümpeln vor dem Umzug sinnvoll ist
Bevor man seinen Hausrat und die wichtigsten Dinge in Kartons und Kisten verpackt, sollte man sich überlegen, was man wirklich in die neuen vier Wände mitnehmen möchte. Denn das Entrümpeln und damit ein minimalistischer Umzug bringen einige Vorteile mit sich:
- Wer weniger Dinge von A nach B transportieren muss, wird den Umzug stressfreier, schneller und einfacher bewältigen.
- Ein kleinerer Umzug spart Geld ein, denn die Transportkosten werden geringer, auch der finanzielle Aufwand für Verpackungsmaterialien ist deutlich kleiner.
- Ein minimalistischer Lebensstil sorgt für Ordnung und bietet gleichzeitig weniger Ablenkung. Kurzum: Hier wartet ein Neuanfang mit mehr Klarheit.
- Durch das Aussortieren und Weitergeben oder Verkaufen von ungenutzten Gegenständen geht man nachhaltig vor. Denn man reduziert nicht nur Abfall, sondern gibt anderen Menschen die Möglichkeit, Dinge weiterzuverwenden.
Was ist wirklich wichtig und was nicht?
Nicht alles, was sich im eigenen Zuhause angesammelt hat, ist auch tatsächlich notwendig. Um schneller Entscheidungen zu treffen, was das Aussortieren angeht, sollte man sich folgende Fragen stellen:
- Hat man diesen Gegenstand im letzten Jahr überhaupt benutzt?
- Erfüllt dieses Objekt wichtige Funktionen im Haushalt oder macht es einen glücklich?
- Kann man diesen Gegenstand im Notfall schnell ersetzen?
- Besitzt man das Objekt bereits in doppelter Ausführung?
- Würde man den Gegenstand mitnehmen, wenn man in ein kleineres Zuhause umziehen würde?
Falls man eine oder sogar mehrere Fragen mit „Nein“ beantworten kann, ist es an der Zeit, sich von dem Gegenstand endgültig zu trennen.
Hilfreiche Strategie: So trennt man sich leichter von Dingen
Manchmal fällt es einem schwer, sich von alten Dingen zu lösen bzw. Gegenstände aus der Vergangenheit wegzugeben. Es gibt ein paar hilfreiche Strategien, die einem den Abschied erleichtern können:
- Zunächst einmal sollte man sich bewusst fragen, warum man den bestimmten Gegenstand überhaupt aufbewahrt. Oftmals sind es emotionale Gründe, die dazu führen, dass man einen Gegenstand behalten will. Ein bewusstes Hinterfragen hilft dabei, Klarheit zu schaffen, ob das Aufbewahren wirklich nötig ist.
- Die „20-20-Regel“ kann dabei helfen, Dinge guten Gewissens loszulassen. Was dahintersteckt? Falls ein Gegenstand in weniger als 20 Minuten ersetzbar ist und unter 20,00 € kostet, kann man ihn guten Gewissens weitergeben oder entsorgen.
- Ähnlich hilfreich kann die sogenannte Kisten-Methode sein. Dinge, bei denen man sich noch nicht sicher ist, ob man sie weggeben möchte, packt man in eine Kiste. Braucht oder vermisst man diese Gegenstände innerhalb von ca. sechs Monaten nicht, gibt man sie weg.
- Alte Fotos, Dokumente oder schriftliche Erinnerungsstücke können eingescannt und digital aufbewahrt werden.
- Vielen hilft zudem das Prinzip: „Ein Gegenstand rein und ein Gegenstand raus“. Das bedeutet, wenn man etwas Neues kauft, trennt man sich gleichzeitig von etwas Altem.
Was Ausmisten und Minimalismus für positive Auswirkungen haben können:
Wer nach und nach ausmistet, geht in kleinen Schritten Richtung Minimalismus. Das bedeutet aber nicht, dass man sich im Zuge des Umzugs sofort von jedem zweiten Gegenstand trennen soll. Selbst das Loswerden von wenigen Dingen kann bei einem etwas Positives bewirken.
- Wer weniger Dinge besitzt, wirkt aktiv dem Chaos entgegen. Das sorgt für mehr Klarheit und oftmals auch für mehr Konzentration bzw. Fokus auf das Wesentliche.
- Überflüssige Gegenstände und Dinge loszuwerden, kann beruhigend wirken und damit möglichen Stress reduzieren.
- Wer weniger Dinge besitzt, hat mehr Platz und muss weniger organisieren sowie pflegen.
- Ein bewusster, nachhaltiger Konsum steigert die Wertschätzung für das, was man hat.
- Nach dem Loslassen von Dingen entsteht bei vielen ein Gefühl der Leichtigkeit und der Freiheit.
Umzug: Tipps zur Organisation & Strukturierung
Wer sich an einige dieser bewährten Methoden zur Organisation und Strukturierung hält, wird beim Umzug seine Nerven schonen sowie Zeit und Kosten sparen.
Frühzeitig beginnen
Am besten beginnt man bereits sechs bis acht Wochen vor dem Umzug damit, sich nach und nach von überflüssigen Dingen zu trennen. Denn wer auf den letzten Drücker ausmistet, gerät schnell in Stress und Zeitverzug.
Nach Kategorien ausmisten
Wer systematisch vorgeht, kann später gezielter aussortieren. Es empfiehlt sich nach Kategorien, statt nach Räumen, auszumisten. Der Vorteil: Es wird sofort deutlich, was und wie viel man in der jeweiligen Kategorie besitzt. Mögliche Kategorien sind:
- Elektronik
- Kleidung
- Küchenutensilien
- Bücher und Zeitschriften
- Dekoration und Textilien
Spenden, verkaufen oder entsorgen
Wer sich von Dingen trennt, kann dies auf verschiedene Arten und Weisen tun.
Gut erhaltene oder sehr gefragte Gegenstände kann man noch verkaufen und damit Geld einnehmen. Online-Verkaufsplattformen oder Flohmärkte sind hierfür ideal geeignet.
Man kann Dinge über Online-Tauschbörsen oder innerhalb des Familien- und Freundeskreises sowie bei den alten Nachbarn weitergeben. Zudem freuen sich auch soziale Einrichtungen, Tafeln und Second-Hand-Läden über Sachspenden.
Defekte oder wertlose Gegenstände sowie unbrauchbare Kleidungsstücke sollten allerdings fachgerecht recycelt oder entsprechend im Altkleider-Container entsorgt werden.
Umzugskartons sinnvoll nutzen
Beim späteren Auspacken hilft es, wenn man die Umzugskartons zuvor in ein Farbsystem eingeteilt und nummeriert hat. Denn so weiss man immer genau, wo sich was befindet und spart später wertvolle Zeit beim Auspacken.
Helfer oder Umzugsservice organisieren
Wer bei seinem Umzug helfende Hände hat, wird weniger Stress haben und schneller fertig sein. Man sollte frühzeitig bei seiner Familie und den Freunden anfragen, ob sie helfen können. Insbesondere beim Entrümpeln kann eine zweite Meinung häufig helfen, schnellere Entscheidungen zu treffen.
Noch einfacher ist es, einen zuverlässigen Umzugsservice zu engagieren. Die Profis können, neben dem Transport und der Möbelmontage, oft auch das Ein- und Auspacken übernehmen. Zudem sind mitunter weitere Services, wie das Beantragen einer Halteverbots-Zone, die Entrümpelung sowie kleine Maler- und Renovierungsarbeiten, im Portfolio.
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