Baureinigung selber durchführen – so geht’s

13.01.2020 |  Von  |  Allgemein
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Ihr Traumhaus ist endlich fertiggestellt, die Handwerker haben ihre Arbeit gut verrichtet und Ihnen ein wunderschönes Eigenheim gezaubert. Jedoch hinterlassen die Heimwerker nicht nur ein fertiges Haus und eine entsprechende Rechnung, sondern auch entsprechend viel Schmutz in Ihrem Haus. Eine Baureinigung- so der Fachausdruck- können Sie entweder die besagten Handwerker erledigen lassen oder auch selbst durchführen.

Beide Varianten bieten ihre Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite können Sie bei einer professionellen Baureinigung Nerven sparen, haben aber die Handwerker länger im Haus und müssen für diesen „Service“ auch zahlen. Auf der anderen Seite sparen Sie selbst einiges an Geld, wenn Sie die besagte Reinigung selbst durchführen. Wichtig ist zu wissen, auf welche Dinge Sie alles achten müssen und das dieses Vorhaben unter Umständen einiges an Zeit benötigt.

Was sollten Sie zur Baureinigung mitnehmen?

Ist Ihr Eigenheim fertig und die Handwerker verlassen dieses, so sind Sie in der Regel noch nicht eingezogen, bzw. steht Ihr Umzug erst noch bevor. Je nach Entfernung von Ihrer alten Wohnung zum neuen Haus, sollten Sie sich für die Endreinigung genügend Utensilien mitbringen, damit Ihr Vorhaben nicht gleich schon wieder scheitert. So sollten Sie eine Kehrgarnitur, Besen, Wischmopp, Eimer, Schwämme und diverse Lappen, entsprechende Reinigungsmittel für Ihre Böden, also Laminat, Parkett, Fliesen, mitbringen.

Denken Sie auch an Scheren und Messer, falls Sie diverse Folien von Fenstern oder Türen entfernen müssen, ein Staubsauger/Industriestaubsauger (ggf. mit Beuteln) ist ebenso notwendig. Für Ihre Fenster sollten Sie keine Lappen, sondern einen Fensterabzieher verwenden. Denken Sie zudem an Müllbeutel, eine Trittleiter und diverse Müllsäcke, bzw. Abfallbehälter, da gerade Verpackungen oder Folie sehr viel Platz einnehmen.


Leerer Raum mit zwei deckenhohen Fenstern

Eine Baureinigung ist in etwa mit einer Grundreinigung oder einem Frühjahrsputz gleichzusetzen. (Bild: Who is Danny – shutterstock.com)


Arbeiten Sie von aussen nach innen

Nicht nur drinnen haben Sie einiges zu tun, sondern auch im Aussenbereich Ihres Hauses. Beginnen Sie zunächst damit, sich einen groben Überblick zu verschaffen, so können Sie einschätzen, wieviel Zeit Sie für die jeweiligen Bereiche brauchen werden. Sammeln Sie zunächst den groben Müll rund ums Haus auf, dabei können Sie überprüfen, ob Ihnen ggf. noch etwas auffällt, was korrigiert werden muss. Zudem können Sie bei diesem Rundgang auch Putzreste entfernen, beispielsweise an Lichtschächten.

Der Innenbereich- erste Arbeiten

Bevor Sie nun fröhlich den Staubsauger anschmeissen, sollten Sie auch in den Innenräumen nach einem gewissen Schema vorgehen. So können Sie beispielsweise damit beginnen, Randstreifen am Boden/Estrich zu entfernen oder die Schutzfolien an Fenstern- auch den Dachfenstern- abzuziehen. Denken Sie auch an Schutzfolien an den Fensterbänken im Innen- und Aussenbereich. Treppen- oder Treppenstufen sind vielleicht auch noch entsprechend in Folie oder Pappe gehüllt, so dass Sie diese auch entfernen können.

Vergessen Sie auch die Kellerräume nicht. Oftmals befinden sich hier ebenfalls Folien, die Sie entfernen sollten, wie etwa an den Fallrohren im Keller. Dort können sich zudem noch Mörtelreste befinden, die Sie entfernen sollten. Nach dieser ersten „Reinigung“ sollten Sie sich nun jedoch Raum für Raum vornehmen, um eine gewisse Struktur zu schaffen.

Erst erfolgt die grobe Reinigung

Suchen Sie sich einen Raum Ihrer Wahl aus und beginnen Sie mit der Grobreinigung. Dazu zählt, dass Sie den Boden entweder abfegen oder absaugen, denken Sie daran, je nach Bodenbelag die richtige Düse zu benutzen, um Kratzer zu vermeiden. Nicht nur der Boden ist noch voller Schmutz und Staub, sondern auch die Wände. Diese können sie ebenfalls sanft mit dem Staubsauger absaugen, achten Sie darauf, dass Sie die Wände nicht verkratzen.

Die Fenster, bzw. deren Ränder weisen häufig noch Spuren von Putzresten auf. Diese können Sie ebenso mit dem Staubsauger entfernen, indem Sie die Fensterflügel / das Fenster öffnen und die Reste vorsichtig absaugen. Genauso können Sie übrigens bei Heizungen oder Lüftungen vorgehen und diese vor allem von Staub befreien, ehe es nach und nach an die Feinreinigung geht. Diverse Folienreste an Fensterscheiben können Sie mit einer Rasierklinge entfernen, ohne Kratzer im Glas zu hinterlassen.

Der Feinschliff

Ist der grobe Schmutz endlich beseitigt, geht es nun an die Feinarbeit der Räumlichkeiten. Gehen Sie hier zunächst von oben nach unten vor. Reinigen Sie also die Fensterrahmen / Flügel mit etwas warmen Wasser und einem einfachen Lappen, die Fensterscheiben selbst werden mit einem Abzieher gereinigt, ein Lappen birgt die Gefahr, dass Kratzer entstehen. Reinigen Sie nun Fensterbänke und Heizungen, auch hier genügen etwas warmes Wasser und ein weicher Lappen. Vergessen Sie auch Leisten und Steckdosen nicht zu säubern (hier natürlich nur das Äussere der Steckdose reinigen).

Sind diese Schritte alle erledigt, können Sie nun mit der Abschlussreinigung beginnen. Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, welcher Boden auf welche Art gereinigt werden darf oder welchen speziellen Reiniger Sie benötigen. Nur dann wird gewährleistet, dass Sie sich nicht direkt den schönen Boden ruinieren. Je nach Grad der Verschmutzung kann es durchaus sein, dass Sie sogar nochmals den Boden wischen müssen. So können Sie nun Raum für Raum abarbeiten.



Fazit

Mit den oben genannten Tipps und etwas Struktur ist es gar nicht schwierig, die Baureinigung selbst vorzunehmen und dabei einiges an Geld zu sparen.

 

Titelbild: Dimitry Kalinovsky – shutterstock.com


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