Massivholzmöbel richtig pflegen

21.01.2016 |  Von  |  Allgemein
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Massivholzmöbel richtig pflegen
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Vielleicht sind Sie gerade umgezogen – aber auch wenn nicht, hat der milde Jahresbeginn in Ihnen einen Drang nach Frühjahrsputz ausgelöst.

Überall im Haus, auf dem Sideboard, dem Kleiderschrank und in Regalen lässt sich zumindest das ein oder andere Staubkörnchen wiederfinden – und auch so manche Gebrauchsspur soll zum Jahresauftakt aufgebessert werden. Andreas Ruf, Geschäftsführer der Initiative Pro Massivholz (IPM), empfiehlt bei gröberen Verunreinigungen den klassischen Staubwedel und bei hartnäckigem Schmutz ein feuchtes Staubtuch. „Nach der Reinigung darf es für Massivholzmöbel dann gerne auch nochmal eine Politur sein“, so Ruf.

Beim Reinigen von Möbeln ist darauf zu achten, dass das Staubtuch nicht vor Wasser tropft, sondern lediglich mit einem Hauch von Nässe nebelfeucht benetzt ist. Denn ähnlich wie ein Schwamm können Massivholzmöbel Feuchtigkeit nur in Massen aufnehmen und dann bei trockener Umgebungsluft wieder abgeben. „Somit wahren sie langfristig ihre für den Innenraum optimale Holzfeuchte von rund 8 bis 12 Prozent“, weiss Ruf. Denn Vorsicht: ab einem Wert von etwa 30 Prozent Holzfeuchtigkeit, verursacht durch ein zu nasses Tuch, sind Schäden wie Verformungen am Holz möglich. Aber weitaus empfindlicher gegen Wasser sind Möbel aus Holzwerkstoffen (z.B. Spanplatten), da die Holzfasern schneller irreparabel aufquellen können.

Sobald die Massivholzmöbel vom Schmutz befreit sind, sollte man bei lackierten, gewachsten oder geölten Flächen auch eine Nachbehandlung nicht vergessen. Es ist ratsam, zumindest einmal pro Jahr seine Massivholzmöbel mit einer Möbelpolitur aufzubessern. „Hierbei ist drauf zu achten, dass man den vom Hersteller empfohlenen Oberflächenschutz verwendet. Somit können keine Flecken oder Verfärbungen auftreten und die Oberfläche bleibt mindestens bis zum nächsten Frühjahresputz ideal geschützt“, so Ruf. IPM/RS



Die gängigen Oberflächenbehandlungen im Überblick:

Lacke verschliessen die Poren des Holzes gegen äussere Einflüsse und Schmutz lässt sich mit geringem Aufwand entfernen. Es gibt UV-härtende, wasser- und lösemittelhaltige Lacke, die eine spätere Nachbehandlung der Oberfläche nahezu unnötig machen. Eine Alternative zum Lack sind Öle. Sie dringen gut in das Holz ein, lassen aber die Poren offen, so dass die Möbeloberfläche dampfdurchlässig bleibt. Das Holz kann so die überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen, bei Bedarf wieder abgeben und das Raumklima regulieren. Auch mit natürlichen Wachsen oder Öl-Wachsmischungen lassen sich Möbelflächen wirksam schützen. Sie glänzen dauerhaft und wirken stärker wasserabweisend als Öl. Mit Wachs können auch kleine Dellen und Kratzer verschlossen werden.

 

Artikel von: Initiative Pro Massivholz
Artikelbild: © IPM/Hartmann

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