Schimmel im neuen Schlafzimmer vermeiden – mit diesen Tipps

13.03.2020 |  Von  |  News, Umzugspraxis

Schimmel verunstaltet nicht nur den Raum. Er geht auch auf Kosten der Gesundheit. Wer zu viele Schimmelsporen einatmet, klagt über allergische Reaktionen, Bronchitis oder Asthma. Auch Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Schlaflosigkeit kann der Parasit auslösen.

Gerade im Schlafzimmer, wo man im Schnitt acht Stunden täglich verbringt, greifen Schimmelpilze das Wohlbefinden an. Wer rechtzeitig mit der Schimmelbekämpfung beginnt, geht der Gefahr aus dem Weg.

Regelmässig Lüften – je öfter, desto besser

In jedem Schlafzimmer entsteht Feuchtigkeit – sei es durch Schweiss, Atem oder feuchte Wäsche. Und diese muss wieder raus. Ansonsten sammelt sie sich als Tauwasser an der kältesten Stelle im Raum an, meist an den Fenstern und in kühlen Schlafzimmernischen. Ein Wohlfühlklima für Schimmelpilze entsteht.

Damit sich die feuchte Luft gar nicht erst im Raum festsetzen kann, braucht sie einen Ausweg. Lüften ist dieser Ausweg. Einmal pro Tag reicht zur Schimmelbekämpfung aber nicht aus. Experten raten zu regelmässigem Lüften. Ideal sind vier- bis fünfmal täglich – aber nicht zu kurz. Bei wärmeren Temperaturen empfehlen sich 15 bis 20 Minuten pro Durchzug. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sind fünf bis zehn Minuten genug. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, lüftet morgens und abends jeweils 20 Minuten.

Ein optimaler Luftaustausch findet beim Durchzugslüften statt. Hierbei stehen nicht nur die Schlafzimmerfenster, sondern auch die Innentür und die Fenster angrenzender Räume offen. So zirkuliert die Luft schneller und beseitigt effektiv schimmelbildende Feuchtspitzen, wie sie zum Beispiel beim Schlafen entstehen.



Richtig heizen – selbst in ungenutzten Räumen

Kalte Schlafzimmer sind anfälliger für Schimmel als warme. Der Grund: Kühle Raumluft kann weniger Feuchtigkeit absorbieren als warme. Genau deshalb kondensiert in kalten Räumen die Luft schneller, lässt sich an Wänden und Fenstern nieder und bildet einen schmackhaften Nährboden für Schimmelpilze. Insbesondere in schlecht geheizten Schlafzimmern ist dies der Fall.

Mindestens 16 Grad sollte es im Schlafzimmer haben – selbst, wenn der Raum längere Zeit ungenutzt bleibt. Wichtig ist auch, dass die Türen geschlossen sind. Ansonsten entweicht nicht nur die Wärme, sondern auch die Feuchtigkeit in die Nachbarräume. Plötzlich besteht in der ganzen Wohnung Schimmelgefahr.

Um die empfohlene Raumtemperatur zu erreichen, muss der Heizkörper frei zugänglich sein. Ist er direkt von Möbeln, Gardinen, grossen Pflanzen oder Fensterbänken umgeben, prallt ein Teil der Wärme an ihnen ab. Die Konsequenz: Trotz laufender Heizung sinkt die Schlafzimmertemperatur unter 16 Grad.

Schimmel im Bett vermeiden

Auch vor der Matratze machen Schimmelpilze nicht Halt. Wird sie feucht, bilden sich graue Flecken und ein unangenehm modriger Geruch. Speziell bei einem Boxspringbett mit Bettkasten ist erhöhte Alarmbereitschaft gefragt. Ist der Kasten komplett geschlossen, kann die Luft schlechter zirkulieren. Wer die Matratze aber regelmässig wendet und an die frische Luft lässt, bekommt kaum Probleme. Für den Topper gilt dasselbe.  Experten empfehlen, ihn etwa alle drei Monate zu wenden.

Feuchtigkeitsquellen bekämpfen

Im Idealfall dringt keine Feuchtigkeit von draussen nach drinnen. Doch die Realität sieht oft anders aus. Durch eine defekte oder mangelhafte Aussenabdichtung dringt feuchte Luft in das Schlafzimmer ein. Je schneller die Mängel erkannt und beseitigt werden, desto geringer die Wahrscheinlichkeit eines Schimmelpilzbefalls.

Auch eine Horizontalsperre beugt Schimmel im Schlafzimmer vor. Die Abdichtung hält vom Boden aufsteigende Feuchtigkeit vom Mauerwerk fern. In Neubauten ist sie bereits selbstverständlich, nicht aber im Altbau.  Oft ist in älteren Gebäuden überhaupt keine Horizontalsperre vorhanden.

Wärmebrücken beseitigen

Entweicht Wärme auffällig schnell nach draussen, stecken oft Wärmebrücken hinter dem Verlust – umgangssprachlich auch Kältebrücken genannt. Hierbei handelt es sich um Bereiche des Hauses, die schneller an Wärme verlieren als andere Bauteile. Besonders häufig ist dies bei freitragenden Balkonen zu beobachten.

Büsst das Schlafzimmer beispielsweise wegen eines auskragenden Balkons an Wärme ein, wird die Raumluft kälter, saugt Feuchtigkeit auf und kondensiert. So gilt es Wärmebrücken schnellstmöglich zu dämmen.

 

Titelbild: Lifestyle Travel Photo – shutterstock.com

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