Umzug mit Kleintieren – Was sollte beachtet werden?

03.06.2019 |  Von  |  Umzugsplanung, Umzugspraxis
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<strong>Wenn ein Umzug ansteht, müssen viele Dinge beachtet werden. Eine gute Vorbereitung hilft Stress zu vermeiden und vereinfacht die einzelnen Arbeitsabläufe. Sollen neben dem Mobiliar und den persönlichen Sachen auch Haustiere umziehen, so bedarf es einer besonderen Vorgehensweise.</strong>

Denn viele Kleintiere vertragen keinen Stress und reagieren daher bei Veränderungen mit Verdauungsstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Je nach Tierart ist daher eine sorgfältige Vorbereitung vonnöten.

Was Sie vor dem Umzug beachten sollten

Sowohl für den Umzug mit einem gewerblichen Unternehmen als auch für den privaten Umzug mit Freunden und Transporter ist es wichtig, zu wissen, wie viel Zeit in etwa für den Abbau der Möbel eingeplant werden soll. Ansonsten kommt es schnell zur Zeitnot, die empfindlich ins Geld gehen kann. Denn Umzugsunternehmen beziehungsweise Mietwagen werden vielerorts pro Stunde abgerechnet.

Wenn Sie bereits einige Tage vorher anfangen, die Kisten und Koffer zu packen, dann minimieren Sie die Zeit für den gesamten Umzug um ein Vielfaches. Und somit auch die Kosten. Sind Kleintiere im Haushalt vorhanden und sollen mit auf die Reise gehen, so sollten Sie nicht auch erst am Umzugstag selbst an sie denken. Je nach Tierart müssen Sie hier auf verschiedene Weise vorgehen.

Der Umzug mit dem Hund

Hundebesitzer kennen das. Sobald sich der gewohnte Tagesablauf verändert, reagieren viele Hunde empfindlich darauf. Sie spüren, dass eine Veränderung ansteht und werden unruhig. Daher packen viele Hundebesitzer ihre Koffer für den Urlaub erst recht spät. Bei einem Umzug geht dies natürlich nicht. Wichtig ist, dem Hund zu zeigen, dass die übliche Routine nur so wenig wie möglich verändert wird.

Gassigehen und Fütterung sollten daher weiterhin zur gewohnten Zeit erfolgen. Bei Hunden mit nervösem Magen ist es ratsam, am Umzugstag selbst nichts zu füttern. Während des Ausräumens der Wohnung sollte der Vierbeiner sicher verwahrt werden, zum Beispiel in einer Transportbox. So ist er nicht im Weg und kann auch nicht entwischen.

Wissenswertes beim Umzug mit Katzen

Bei Katzen verhält es sich ähnlich wie mit den Hunden. Auch sie spüren die Nervosität ihrer Besitzer und können empfindlich darauf reagieren. Damit sie so wenig wie möglich vom Umzugsstress beeinflusst werden können, sollten sie in einem bereits leer geräumten Raum eingesperrt werden. So können sie sich entspannen und müssen nicht stundenlang in einer Transportbox hocken.

Es versteht sich von selbst, dass Katzen mit Freigang am Umzugstag selbst nicht mehr hinausgelassen werden sollten. Sie könnten von dem ungewohnten Trubel verschreckt werden und der Wohnung für längere Zeit fernbleiben. Schlecht, wenn Sie dann auf gepackten Koffern auf Ihr Tier warten müssen.



Nager mit ins neue Heim nehmen

Nagetiere wie Meerschwein, Ratte oder Maus, die sowieso die meiste Zeit im Käfig leben, genügt in der Regel ebenfalls das Beiseitestellen in einem ruhigen Raum. Erfahrungsgemäss stecken sie einen Umzug meist gut weg und beruhigen sich schnell wieder. Tiere, die tagsüber auch in einem Aussengehege leben, dürfen natürlich während der Vorbereitungszeit in die gewohnte Umgebung.

Der Hamster tut sich da schon schwerer. Denn er ist ein dämmerungs- beziehungsweise nachtaktives Tier und mag überhaupt keine Störungen während seiner Ruhephase am Tag. Ein zu häufiges Umstellen des Käfigs sollte daher vermieden werden.

Umzug mit Terrarien bedürfen viel Sorgfalt

Etwas schwieriger gestaltet sich der Umzug mit Reptilien, da diese ein besonderes Klima benötigen. Deshalb sollten Schlangen, Echsen und Co erst in die Transportbox verfrachtet werden, wenn der Umzug unmittelbar bevorsteht. Als Box eignet sich für Schuppentiere eine Styroporkiste in entsprechender Grösse.

Spinnen und andere Bewohner eines Terrariums sollten einzeln in einer Heimchenbox, die dann gesammelt ebenfalls in eine Styroporbox gehören. Damit auch das Terrarium den Umzug gut übersteht, sollten alle losen Gegenstände entfernt werden und das Becken sicher transportiert werden. Am besten im eigenen Auto, wo es bei starkem Bremsen weder verrutschen noch etwas draufkippen kann.

Mit Wellensittich und Co. stressfrei umziehen

Vögel gehören grundsätzlich in kleine Transportboxen, in denen sie zwar genügend Platz haben, aber nicht unnötig viel herumflattern können. Mit dem Einfangen von frei in der Wohnung fliegenden Vögeln sollte natürlich nicht erst angefangen werden, wenn der Umzugswagen vorfährt. Der Abend vorher ist der perfekte Zeitpunkt dafür. Dann sind sie müde und satt. Geschieht das Einfangen im Dunkeln, kann es in der Regel stressfrei erfolgen.

Sofern die Tiere es nicht gewohnt sind, abends sowieso in den Käfig zu gehen. Mit einer Schnur lässt sich die Käfigtür auch aus einiger Entfernung schliessen, sobald alle Tiere sich im Bauer eingefunden haben. Nervöse Vögel sollten immer getrennt von den anderen transportiert werden.

Fazit

Wer seinen Umzug sorgfältig plant und keine unnötige Unruhe verbreitet, kann auch mit seinem Haustier recht stressfrei umziehen. Halten Sie Ihr Tier so lange wie möglich abseits des Räumens und transportieren Sie es in einem geeigneten Transportkäfig, der nicht zu klein oder gross sein sollte. Abgedunkelt beruhigen sich die meisten Tiere recht schnell auch während der Fahrt. So kommen Sie und Ihr Tier unbeschadet in der neuen Wohnung an.

 

Titelbild: gpointstudio – shutterstock.com


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