News für deutsche Auswanderer: Nicht immer ist der Umzug in die Schweiz lukrativ

08.08.2014 |  Von  |  Umzugsplanung
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News für deutsche Auswanderer: Nicht immer ist der Umzug in die Schweiz lukrativ
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Für zahlreiche Deutsche erscheint es ungemein attraktiv, zu den Eidgenossen auszuwandern. Und so hat die Zahl der Einwanderer auch in der jüngsten Vergangenheit nicht abgenommen. Wer aber ernsthaft in Erwägung zieht, einen Umzug in die Schweiz in Angriff zu nehmen, der sollte sich im Vorfeld ganz genau ausrechnen, ob und inwiefern das Unterfangen tatsächlich langfristig lukrativ sein wird. Denn nicht alles ist sprichwörtlich Gold, das glänzt.

Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil

Das vergleichsweise erheblich höhere Einkommen, von dem man als Angestellter profitiert, spricht in der Schweiz wahrlich für sich. So kann es durchaus sein, dass diesbezüglich eine Einkommensverbesserung von 20 bis 30 % drin ist.

Zu berücksichtigen ist, dass in Deutschland zum einen die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung vom Gehalt abgezogen wird und auch ein Solidaritätszuschlag für den sogenannten Aufbau Ost zu berappen ist. Die Einkommenssteuer, Sozialabgaben und Co. schlagen diesbezüglich mit einem beträchtlichen Batzen zu Buche. Nicht zu vergessen sind die üblichen Lebensunterhaltskosten für Nahrung, Bekleidung, Wohnung, Urlaub, Fahrzeug etc. Da bleibt also am Ende nicht viel, um es auf die hohe Kante zu legen.

Höhere Verdienstmöglichkeiten, aber …

Im Gegensatz dazu sind in der Schweiz die Verdienstmöglichkeiten zum Teil erheblich besser. Und ein Solidaritätszuschlag oder sonstige Abgaben müssen ebenfalls nicht oder nur in einem sehr geringen Masse abgeführt werden. Grundsätzlich ist der finanzielle Aufwand in dieser Hinsicht in Deutschland also um ein Vielfaches höher.

Betrachtet man jedoch die Lebenshaltungskosten in der Schweiz, so liegen diese in der Regel weit über dem Satz, den man in Deutschland kennt. Lebensmittel, Miete, Sport- und Freizeitangebote schlagen mit weit höheren Kosten zu Buche, die mitunter gar eine Differenz von sage und schreibe 35 % ausmachen.

Wer nicht vergleicht, ist selber schuld

Natürlich ist es nicht damit getan, die Ausgaben in Deutschland und in der Schweiz mit den möglichen positiven Einkünften zu vergleichen. Sondern wie die Erfahrung immer wieder zeigt, kommt es auf jeden Einzelnen an. Wer rechnen kann und die individuellen finanziellen Verhältnisse und Lebensumstände explizit in Augenschein nimmt, dem wird rasch deutlich, dass es sich vor allem für junge gut Verdienende lohnt, in die Schweiz auszuwandern, dort zu leben und zu arbeiten. Weniger gut verdienende Arbeitnehmer dürfen sich getrost von dem Gedanken verabschieden, dass sich für sie die finanzielle Situation bei den Eidgenossen nachhaltig verbessern wird.

 

Oberstes Bild: © 3Dstock – Shutterstock.com



Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


1 Kommentar


  1. Als Hinweis kann an dieser Stelle für deutsche Arbeitnehmer in der Schweiz, die dort ihren Wohnsitz haben, noch angemerkt werden, dass man darauf achten sollte, dass, auch wenn man nachweislich nicht in der Kirche ist, diese Steuer nicht belastet wird. Denn einige Kantone handhaben es nach meiner Erfahrung seit längerem so, dass diese Arbeitnehmer Kirchensteuer bezahlen und innerhalb der Quellensteuer es nicht direkt ersichtlich ist, dass sie sie zahlen!

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