Wehren Sie sich bei Wucherrechnungen vom Schlüsseldienst

16.09.2014 |  Von  |  Dienstleistungen
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Wehren Sie sich bei Wucherrechnungen vom Schlüsseldienst
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Gerade erst haben Sie den Umzug in die neue Wohnung hinter sich gebracht, und schon ist der Haustürschlüssel abhandengekommen? Da kann ein Schlüsselnotdienst teuer werden.

Wenn man den Schlüssel verlegt hat oder die Tür ins Schloss gefallen ist, während der Schlüssel von innen noch steckt, muss der Schlüsselnotdienst her. Eine Panne, die sehr kostspielig werden kann, denn diese „Not“ lassen sich viele Unternehmen teuer bezahlen.

Umzügler setzen sich gegen Wucherrechnungen zur Wehr

Vor dem Hintergrund der zielorientierten Kundengewinnung arbeiten Schlüsseldienst-Agenturen immer häufiger mit Vermittlungszentralen zusammen, welche über kostenlose und leicht zu merkende Hotline-Nummern telefonisch erreichbar sind. Das Problem: Wer sich ausgesperrt hat, ist auf schnelle Hilfe angewiesen. Da kommt man nur selten auf die Idee, in aller Ruhe im Internet nach dem günstigsten Schlüsselnotdienst zu suchen. Wie auch, wenn doch das Smartphone in der verschlossenen Wohnung liegt …?

Die Statistiken sprechen für sich. So haben Untersuchungen ergeben, dass mehr als 85 % aller Notrufe bei besagten Vermittlungsdiensten direkt an unseriöse Anbieter weitergeleitet wurden. Dabei kommt es immer wieder vor, dass beispielsweise zu hohe Anfahrtskosten, Vermittlungsprovisionen, Stundensätze etc. in Rechnung gestellt werden. Überdies werden „gerne“ Zuschläge für Nacht- oder Wochenendeinsätze oder besonders schwierige Arbeitsbedingungen vor Ort berechnet.

Wenn man bedenkt, dass ein seriöser Schlüsseldienst-Mitarbeiter nur wenige Minuten und etwas Werkzeug benötigt, um eine Tür zu öffnen, dann sind Rechnungsbeträge von bis zu 500 Schweizer Franken in der Tat eine Unverschämtheit. Reelle bzw. zulässige Geldbeträge wären in diesem Zusammenhang 50 bis 100 Schweizer Franken.

Sicherlich ist man in einer Notsituation mitunter schneller bereit, diese Wucherrechnungen zu begleichen. Aber nach geltendem Recht ist der Kunde nicht dazu verpflichtet, diese horrende Summe zu zahlen. Vermerken Sie daher bei Barzahlung unbedingt diese drei kleinen Worte: „Zahlung unter Vorbehalt“. So signalisieren Sie, dass Sie mit dem Preis keineswegs einverstanden sind und möglicherweise weitere Schritte einleiten werden. Gleichzeitig ist dies Ihre „Absicherung“ im Falle eines Rechtsstreits. Vorausgesetzt, Sie zahlen die Forderung anstandslos, haben Sie bei einer möglichen gerichtlichen Auseinandersetzung so gut wie keine Chance, Ihr Geld erstattet zu bekommen.

Tipp: Suchen Sie am besten noch vor einem möglichen Notfall die Telefonnummer eines Schlüsselnotdienstes heraus und vermerken Sie diese auf einem Zettel. Den legen Sie am besten unter die Fussmatte oder an einen anderen gut zugänglichen Ort vor Ihrer Haus- oder Wohnungstür. Dann sind Sie im Fall der Fälle gegen unseriöse Schlüsseldienste gefeit.

 

Oberstes Bild: © missisliris – Shutterstock.com



Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


1 Kommentar


  1. Bin auch schon ein Abzocker-Opfer geworden. Super ärgerlich! Damals wusste ich es nicht besser und habe die Rechnung leider direkt unterschrieben. Man sollte sich schon echt gut informieren, um Kosten zu sparen. Hab mich danach mal schlau gemacht und einen guten aufklärenden Artikel neben diesem über Maschen, Hintergründe und dem Wucher Paragrafen gefunden. http://zuauf.de/schl%C3%BCsseldienst-preise

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