Mietbürgschaft: Alles, was man dazu wissen muss

19.11.2020 |  Von  |  Immobilien, News

Eine Mietbürgschaft kann es leichter machen, eine neue Wohnung zu finden. Sie bietet dem Vermieter eine zusätzliche Sicherheit, ist aber für den Mieter nicht ohne Risiko.

Im Falle einer Mietbürgschaft hinterlegt der Mieter eine Bürgschaftsurkunde beim Vermieter anstelle einer Kaution. Die Bürgschaft sichert den Vermieter gegen Mietschulden und Mietschäden ab.

Eine Mietbürgschaft gibt es in verschiedenen Varianten. Die häufigsten sind die Mietkautionsversicherung und die Elternbürgschaft. Im Folgenden erfahren Sie mehr darüber, wie man eine Mietbürgschaft beantragen kann.

Einen Mietbürgen finden

Was als Mieter die Kosten für die Kaution nicht in voller Höhe aufbringen kann, hat die Möglichkeit, als Alternative eine Mietbürgschaft abzuschliessen. Dadurch erhält der Vermieter einer der Barkaution vergleichbare Sicherheit. Der Unterschied ist, dass eine dritte Person als Bürge in die Haftung eintritt. Er springt ein, im Falle von Schäden sowie Rückständen bei Miete und Nebenkosten. Als Bürge kommen Privatpersonen wie Eltern und gute Freunde in Betracht. In Form einer Mietkautionsversicherung kann aber auch eine Bank oder Versicherung eintreten.

Was sind die Voraussetzungen für eine Bürgschaft?

Bürgen müssen volljährig sein und über die im Schadensfall erforderlichen finanziellen Mittel verfügen. Jede Mietbürgschaft muss schriftliche fixiert und hinterlegt werden. Gläubiger und Bürge müssen dem Vermieter bekannt sein. Die Mietkaution als Gegenstand der Bürgschaft muss benannt werden. Ferner müssen maximale Haftungshöhe und Anfechtbarkeit vertraglich geregelt werden.

Wie funktioniert eine Mietkautionsversicherung?

Eine Mietkautionsversicherung schliessen Sie bei einer Versicherung oder einer Bank ab. Wie bei einer gewöhnlichen Versicherung zahlen Sie monatliche Raten ein bis der festgelegte Kautionsbetrag erreicht ist. Durch den Nachweis bestehender Schäden oder Mietschulden kann der Vermieter Zugriff auf dieses Kapital nehmen.


 Eine Mietbürgschaft bietet echte Vorteile. (Bild: fizkes - shutterstock.com)

Eine Mietbürgschaft bietet echte Vorteile. (Bild: fizkes – shutterstock.com)


Was ist eine Privatbürgschaft?

Bei einer Privatbürgschaft treten Eltern, Freunde oder andere Privatpersonen als Bürgen auf. Die Voraussetzung dafür ist eine gute Bonität. Eine Privatbürgschaft kommt häufig bei Auszubildenden oder Studenten vor, die noch kein festes Einkommen oder keine nennenswerten Sicherheiten haben. In diesem Fall springen oft die Eltern oder ein Elternteil als Bürgen ein. Die Privatbürgschaft sichert den Vermieter gegen eventuelle Schäden und Mietausfälle ab. Zudem erleichtert sie die Wohnungssuche.

Selbstschuldnerische Bürgschaften

In Normalfall müssen Schäden und Mietschulden erst vom Vermieter eingeklagt werden. Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft kann sich der Vermieter direkt an den Bürgen wenden, ohne zuvor zu versuchen, die ausstehende Summe beim Mieter einzutreiben. Bei einer fremdschuldnerischen Bürgschaft ist das anders. In diesem Fall hat der Vermieter erst Zugriff auf das Kapital aus der Bürgschaft, wenn der Mieter zahlungsunwillig oder zahlungsunfähig ist.

Was ist beim Abschluss einer Mietbürgschaft zu beachten?

Beim Abschluss einer Mietbürgschaft gibt es einiges zu beachten. Hier die wichtigsten Punkte, die vertraglich geregelt werden sollten, auf einen Blick:

  • Festlegung der maximalen Haftungshöhe
  • Bonität der Bürgen
  • Haftungsausschluss und Anfechtbarkeit
  • selbstschuldnerische oder fremdschuldnerische Bürgschaft

Eine Mietbürgschaft gibt dem Vermieter auch ohne hinterlegte Barkaution eine zuverlässige Sicherheit. Da als Bürge Personen oder Institutionen auftreten, die nicht Teil des Mietverhältnisses sind, bietet sie für alle Beteiligten aber auch Risiken.

 

Titelbild: fizkes – shutterstock.com

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