Rauchmelder anbringen – so geht’s

13.10.2019 |  Von  |  Allgemein, News
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Einen oder mehrere Rauchmelder in Haus und Wohnung installieren ist stets eine gute Investition, die schon manchem Mitmenschen das Leben gerettet hat. Oft kann so auch die Katastrophe selbst im Ansatz verhindert werden, bevor sie richtig intensive Folgen hat. Mancher angehende Küchenbrand konnte so entdeckt werden, bevor es zu spät für die Wohnung (oder noch schlimmer: die Bewohner) war.

Kein Wunder also, dass immer mehr Bürger in ihren Wohnungen und Häusern Rauchmelder anbringen. Doch was vermeintlich einfach klingt, steckt trotz dessen voller Tücken; nicht nur vor dem Kauf, sondern auch bei der richtigen Montage können kleine Fehler grosse Auswirkungen haben. Hier hilft dieser Artikel aufzuzeigen, worauf es zu achten gilt und wie man die häufigsten Fallstricke vermeiden kann.

Vor dem Kauf

Rauchmelder gibt es in den einschlägigen Baumärkten und Elektrofachgeschäften zu kaufen. Neben dem Preis, sollte auf Qualitätssiegel und die Lebensdauer der Geräte geachtet werden. Zudem hilfreich: Manche Geräte lassen sich nach einem ausgelösten Alarm zurücksetzen – andere sind unwiderruflich verbraucht und müssen ausgetauscht werden.

Dies kann besonders ärgerlich sein, wenn durch einen Fehlalarm (z.B. durch Zigarettenqualm in der Wohnung oder ein kleines Malheur beim Kochen) der Rauchmelder angeht, aber im Anschluss nicht mehr verwendbar ist. Da die Auswahl verschiedener Geräte am Markt durchaus gross ist, kommt man um die Beratung im Fachhandel oder Lektüre eines Fachmagazins nicht umhin, will man einen Fehlkauf vermeiden.

In Ruhe die Bedienungsanleitung lesen

Auch wenn es selbstverständlich klingen mag: Die Bedienungsanleitung sollte unbedingt vor der Montage studiert werden. Alle nötigen Werkzeuge und Utensilien sollten ebenfalls dort aufgelistet sein. In der Regel muss bei den meisten Modellen erst eine Rückenplatte an der Decke befestigt werden.

Nur in selten Fällen oder in Spezialfällen (z.B. in der Küche) können Rauchmelder auch an einer Wand montiert sein. Zum Befestigen der Rückenplatte werden meist Bohrlöcher, Dübel oder Schrauben benötigt. Idealerweise sind diese im Lieferumfang inbegriffen. Der eigentliche Rauchmelder kann dann zumeist bequem per Dreh- oder Einrastmechanismus an der Platte angebracht werden.

Zentral und waagerecht

In Bezug auf die Zimmerdecke sollte ein Rauchmelder immer möglichst mittig und waagerecht montiert werden. Bei Dachschrägen muss ggf. mit einem Winkelstück die Waagerechte hergestellt werden. Von der Dachspitze sollte der Rauchmelder mindestens 30-50 cm tiefer entfernt montiert werden. Es empfiehlt sich, vor der Montage mit einem Prüfgerät oder dem Bauplan mögliche elektromagnetische Felder im Raum ausfindig zu machen. Idealerweise sollte der Rauchmelder mindestens 50 cm Abstand zu Lampen, Stromleitungen, aber auch Wänden, Balken und Unterzügen haben.



Testbetrieb

Immer mehr Rauchmelder verfügen über einen Testknopf bzw. eine entsprechende LED-Anzeige. Mit Hilfe dieser kann die Funktionsfähigkeit geprüft werden. Details hierzu sind in der Bedienungsanleitung zu finden. Grundsätzlich sollte auf Modelle ohne Testmöglichkeit verzichtet werden; diese sind in der Regel im Handel jedoch kaum noch zu finden.

Turnusmässige Funktionsprüfung

Alle zwölf Monate (oder noch besser: sechs) sollte der Rauchmelder ausgelöst werden. Bewährt hat sich hier das gezielte Entzünden einer Wunderkerze direkt unter dem Gerät stehend. Der Alarm sollte innerhalb kürzester Zeit auslösen, sofern das Gerät ordnungsgemäss funktioniert. Handelt es sich um einen „Einwegrauchmelder“, der nach einmaligem Auslösen nicht wiederverwendet werden kann, sollte stattdessen die eingebaute Testfunktion genutzt werden. Selbstverständlich sollten die Nachbarn VOR dem Manöver vorgewarnt werden.


Rauch steigt empor und löst den Rauchmelder aus. Dieser leuchtet rot.

Die Funktion des Rauchmelders sollte in regelmässigen Abständen durch manuelles Auslösen überprüft werden. Hierzu sollten besonders in einem Mehrparteienhaus die Nachbarn vorgewarnt werden. (Bild: Alexander Kirch – shutterstock.com)


Die Küchenmontage

Gerade in der Küche kann es oft zu Fehlalarmen dank der starken Dampf- oder Staubentwicklung kommen. Übrigens: Auch im Bad ist eine unfreiwillige Beschallung durch den Rauchmelder kein seltenes Ereignis. Hier empfiehlt sich der Kauf eines Rauchmelders mit Stummschaltung (möglichst für 15-60 Minuten einstellbar, sonst piept es immer wieder beim Kochen!) und Freigabe für die Wandmontage. In erreichbarer Höhe an einer Wand montiert, können auch so Küche und Bad ideal abgesichert werden. Alternativ kann ein Rauchmelder als Behelfslösung in den nächstgelegenen Raum zur Küche hin montiert werden (z.B. in den Flur).

Nicht zugedeckt betreiben

Ein Rauchmelder sollte genügend Abstand zu Schränken und Möbeln haben, um ordnungsgemäss funktionieren zu können. Zugluft und Luftschächte sollten im Sinne einer ordnungsgemässen Funktionsfähigkeit ebenfalls als Standorte gemieden werden. Bei Streich- und Renovierungsarbeiten muss sichergestellt werden, dass der Rauchmelder nicht übermalt wird. Ansonsten kann die aufgetragene Farbe die Lüftungsschlitze verschliessen, sodass das Gerät keine Messdaten mehr erhält.

Einen Rauchmelder anbringen ist nicht schwer – kurz zusammengefasst

Beim Kauf sollte auf das Vorhandensein eines „Reset“-Knopfes geachtet werden. Im Lieferumfang sollten alle nötigen Kleinteile inbegriffen sein und die Bedienungsanleitung verständlich geschrieben sein. Der Rauchmelder mittig und waagerecht an der Decke montiert, sollte seinen Zweck – Warngerät bei Rauchentwicklung – ordnungsgemäss erfüllen. Alle zwölf Monate kurz die Funktionsfähigkeit testen – und schon ist die Sicherheit des Hauses in Sachen Rauchmelder gewährleistet.

 

Titelbild: Phovoir – shutterstock.com


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