Schweizer Mieter und der Wunsch nach Wohneigentum

08.09.2016 |  Von  |  Allgemein
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Schweizer Mieter und der Wunsch nach Wohneigentum
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Rund zwei von drei Schweizern, die zur Miete wohnen, befassen sich mit dem Gedanken an Wohneigentum. Das ergibt eine Befragung, die das Marktforschungsinstitut Innofact AG im Auftrag des Vergleichs-Portals comparis.ch durchgeführt hat. Dabei wurden schweizweit 1033 Personen in einer repräsentativen Auswahl befragt. Nachfolgend die Ergebnisse der Erhebung im Überblick.

Spitzenreiter beim Wunsch nach Wohneigentum sind die Tessiner mit 64 Prozent, gefolgt von den Deutschschweizern mit 62 Prozent und den Westschweizern mit 58 Prozent. Befragte mit höherer Bildung (71 Prozent), Kindern im Haushalt (69 Prozent) oder höherem Einkommen (81 Prozent) gaben signifikant häufiger an, sich ein Eigenheim zu wünschen. 30 Prozent der Mieter mit Kaufabsicht nannten es „wahrscheinlich“, dass sie in absehbarer Zeit Wohneigentum erwerben werden.

Einfamilienhaus am beliebtesten

Über die Hälfte der Wohneigentum-Interessenten wünscht sich ein Einfamilienhaus (57 Prozent), fast ein Drittel eine Eigentumswohnung (31 Prozent) und nur gut jeder zehnte ein Mehrfamilienhaus (12 Prozent). 63 Prozent der Befragten, die sich ein Einfamilienhaus wünschen, würden ein bestehendes Haus bevorzugen, nur 37 Prozent selbst neu bauen. Finanzieren würden sich ihren Traum vom Haus drei Viertel der Befragten (74 Prozent) durch die Aufnahme einer Hypothek, während 16 Prozent die Finanzierung mit eigenen Mitteln stemmen könnten.

Finanzielle Vorteile und Selbstverwirklichung

Ein Viertel der Befragten denkt, dass Kaufen momentan finanziell lohnender als Mieten sei und zieht deshalb in Erwägung, Wohneigentum zu erwerben. „Selbstverwirklichung“ wird mit 23 Prozent als zweithäufigster Grund genannt, an dritter Stelle steht die Absicherung der Wohnsituation im Alter (19 Prozent), danach folgt mit 18 Prozent die Unabhängigkeit vom Vermieter. Aus Investitionsgründen würden nur 12 Prozent kaufen.

Schweizer wären lieber Eigentümer, aber mehr als ein Drittel hat nicht den finanziellen Background. Auf die Frage, was gegen einen Kauf von Wohneigentum sprechen könnte, antworteten 39 Prozent, dass sie es sich nicht leisten könnten, 18 Prozent haben Angst vor einer Verschuldung und 14 Prozent gaben an, in einer unsicheren Lebenssituation zu sein. Nur 5 Prozent der Befragten würde die Angst vor dem Wertverlust der Immobilie oder Reparaturen und Unterhaltskosten am Kauf hindern.



Eigenheimwunsch in Agglomerationen am stärksten

Unterscheidet man nach Siedlungsarten, haben mit 66 Prozent vor allem Bewohner von Agglomerationen schon einmal in Erwägung gezogen, ein Eigenheim zu kaufen. Darauf folgen auf dem Land wohnende Mieter mit 65 Prozent und in der Stadt wohnende mit 58 Prozent.

Als Hauptgrund gab auch die Mehrheit (33 Prozent) der in der Agglomeration Wohnenden an, dass für sie Kaufen finanziell lohnender als Mieten sei, während der Aspekt der Selbstverwirklichung nicht so eine grosse Rolle spielte. Mit 36 Prozent stammen die Mieter mit den konkretesten Kaufabsichten ebenfalls aus Agglomerationen und haben auch am wenigsten Bedenken, dass sie sich einen Hauskauf nicht leisten könnten.

 

Artikel von: comparis.ch
Artikelbild: © Roman Motizov – Shutterstock.com

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