Tipps zur Wohnungsbesichtigung

12.06.2014 |  Von  |  Umzugsplanung
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Auf der Suche nach einer neuen Wohnung haben Sie viele Hürden zu nehmen, beginnend bei der richtigen Auswahl der Angebote. Doch wenn Sie dann so weit sind, dass Sie Ihre Traumimmobilie gefunden haben, sollten Sie bei der Besichtigung nichts falsch machen und keine versteckten Mängel übersehen. Sonst war die Mühe umsonst und die Freude über das neue Zuhause währt nicht lange.

Gerade wenn Sie einen Umzug in die Stadt vorhaben, sollten Sie beim Besichtigungstermin der neuen Bleibe auf einen Einzeltermin Wert legen. Versuchen Sie dies in jedem Fall beim Vermieter oder Makler durchzusetzen, auch wenn es vermutlich gerade in Grossstädten mehrere Bewerber für die Wohnung geben wird. Doch wenn Sie hier hartnäckig bleiben, profilieren Sie sich gleichzeitig als zukünftiger Mieter und können Charakter beweisen.

Es liegt auf der Hand, dass eine Besichtigung bei Tageslicht zu empfehlen ist. Denn nur so können Sie versteckte Mängel in den Räumlichkeiten entdecken. Gleichzeitig sollten Sie den Termin so legen, dass Sie in der Umgebung etwaiges Verkehrsaufkommen oder eine Lärmbelästigung durch Flugzeuge oder nahegelegene Bahnstrecken am besten wahrnehmen können. Nur so erhalten Sie einen realistischen Eindruck Ihres potenziellen Zuhauses.

Vier Augen sehen mehr

Wenn die Möglichkeit besteht, sollten Sie zur Wohnungsbesichtigung eine Vertrauensperson mitnehmen. Egal ob es sich dabei um eine Freundin oder jemanden aus Ihrer Familie handelt, es liegt auf der Hand, dass vier Augen mehr sehen als nur zwei. Abgesehen davon ist Ihre Begleitperson vielleicht mit etwas mehr Sachlichkeit zugange und kann übermässige Euphorie bremsen.

Vier Augen sehen mehr. (Bild: Goodluz / Shutterstock.com)

Vier Augen sehen mehr. (Bild: Goodluz / Shutterstock.com)

Betätigen Sie sich in der Wohnung als Fotograf und halten Sie einige Eindrücke fest. So können Sie sich die Fotos später in Ruhe noch einmal ansehen und überlegen, ob Sie wirklich das Umzugsunternehmen beauftragen möchten.

Klären Sie Einzelheiten wie Mietkosten, Nebenkosten oder aber auch Details wie etwa, ob Sie Haustiere halten dürfen oder wie es mit der Hausverwaltung aussieht. Erst wenn diese Punkte alle geklärt sind, können Sie den Zustand der Wohnung genauer ins Auge fassen. Überprüfen Sie die Ausstattung von Küche und Bad une die generelle Verteilung der Steckdosen in den einzelnen Räumen. Auch der Zustand der Fenster und Türen sollte ein Kriterium darstellen, ob Sie sich für die Wohnung entscheiden. Fragen Sie nach, welche Möbel übernommen werden können und ob es für den Fernseher Kabelanschluss gibt.

Wohlfühlambiente muss gegeben sein

Wenn Ihnen der Zustand der Wohnung zusagt, sollten Sie sich die Umgebung näher ansehen. Nur wenn diese Ihren Ansprüchen genügt und Sie sich auch tatsächlich wohlfühlen, werden Sie sich über kurz oder lang heimisch fühlen. Dazu gehören aber auch genügend Abstellplätze für Auto oder Fahrrad, nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten und schön gestaltete Aussenanlagen. Wenn Sie mit der Familie umziehen, prüfen Sie, ob ein Kinderspielplatz in der Nähe ist, der auch Ihrem Nachwuchs zusagt. Auch der künftige Schulweg sollte für Sie ein Entscheidungskriterium dafür sein, ob Sie tatsächlich in die neue Wohnung einziehen.

Was hilft die schönste Wohnung, wenn es in der Umgebung laut ist oder man einer unerträglichen Geruchsbelästigung ausgesetzt ist? Deshalb sollten Sie diese Aspekte ebenfalls abklären. Wenn Sie hier vom Vermieter oder Makler keine aufschlussreichen Auskünfte erhalten, können Sie ja einfach bei einem der Bewohner im Haus klingeln. Stellen Sie sich vor und erkundigen Sie sich nach eventuellen Einschränkungen. So knüpfen Sie erste Kontakte und können sich gleich ein Bild der zukünftigen Nachbarn machen. Abgesehen davon erhalten Sie auf diesem Weg vielleicht Informationen, die der Makler oder Vermieter so nie geäussert hätte.

Fahren Sie von der zukünftigen Wohnung auch einmal den Weg in Ihr Büro oder in Ihre Firma ab. Dazu wäre es zu empfehlen, dies zu den Hauptverkehrszeiten zu machen, denn nur so können Sie eventuelle negative Aspekte auch feststellen.

Wenn dies alles geklärt und geprüft ist – und natürlich für gut befunden wurde –, können Sie mit dem Vermieter oder Makler einen entsprechenden Vorvertrag unterfertigen und ein Umzugsunternehmen beauftragen. Lassen Sie sich dabei nicht drängen oder mit dem Argument zur Unterschrift bringen, dass es noch genügend andere Interessenten gäbe. Gerade bei der Wohnungsauswahl sollten Sie nicht voreilig handeln, sondern alles gut abwägen und überdenken. Ziehen Sie in Ihre Entscheidungen oder Begründungen auch die Ratschläge von Freunden oder der Familie, die ja immerhin mit Ihnen umzieht, ein. So können Sie die Freude an der neuen Traumwohnung in vollen Zügen geniessen.

 

Oberstes Bild: © mast3r – Shutterstock.com


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