Tipps für Umzügler: Unterschiede zwischen Wandfarben

28.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Tipps für Umzügler: Unterschiede zwischen Wandfarben
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Bevor man den sprichwörtlichen Tapetenwechsel in Angriff nimmt und neue Räumlichkeiten bezieht, ist es in der Regel erforderlich, auch den Wänden einen neuen Anstrich zu verpassen. Aber auch dann, wenn kein Umzug geplant ist, schadet es nicht, von Zeit zu Zeit farbliche Veränderungen im Haus durchzuführen.

Ganz gleich, ob im Rahmen eines Umzugs oder einfach, weil Ihnen gerade nach einem Farbwechsel ist: Frisch gestrichene Wände wirken kreativ, motivierend und schenken einer Räumlichkeit grundsätzlich ein einladendes, ansprechendes Flair. Sicherlich ist es mit einem nicht unerheblichen zeitlichen und auch finanziellen Aufwand verbunden, den Pinsel zu schwingen, um den Wänden eine neue Optik zu geben. Wenn Sie sich aber von Anfang an für die richtige Wandfarbe entscheiden, können Sie durchaus Zeit, Geld und Nerven sparen.

Wissenswertes zu den neuen Wandfarben

Eines vorweg: Nehmen Sie nicht irgendeine Farbe, sondern wägen Sie im Vorfeld genau ab, welche Anforderungen Sie an Qualität, Haltbarkeit, Arbeitsaufwand und Co. stellen. Denn in diesem Zusammenhang hält die Industrie eine Reihe unterschiedlicher Produkte bereit. Haben Sie übrigens gewusst, dass man für eine wirklich hochwertige Wandfarbe gar nicht so tief in die Tasche greifen muss? Und ist Ihnen klar, dass eine renommierte Marke oder ein hoher Preis keineswegs ein Indiz für eine gute Produktqualität sind?

Unterscheiden Sie bei der Auswahl der Wandfarben in erster Linie nach dem Verwendungszweck. In feuchten Räumlichkeiten, wie zum Beispiel in Bad, Gäste-WC oder im Keller sollten Sie auf sogenannte Dispersionsfarben setzen, die wasserdampfdurchlässig sind. Feuchtigkeit kann sich nicht ansammeln und einer Schimmelbildung wird damit effizient vorgebeugt. Oft beinhalten derartige Wandfarben jedoch chemische Substanzen. Dabei geht es durchaus auch ohne. Moderne Kalkfarbe ist in dieser Hinsicht eine sehr vielversprechende Lösung, mit der man sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: Zum einen ist Kalkfarbe ein Produkt auf natürlicher Basis. Auf der anderen Seite macht man sich bei diesen Produkten ihren stark alkalischen Charakter zu Nutze, sodass bereits mit dem ersten Pinselstrich ein biologischer Schimmelschutz gewährleistet ist.

Auch in stärker frequentierten Zimmern, zum Beispiel im Büro, im Kinder- oder Jugendzimmer, in denen die Wände häufiger mal Stösse, Kratzer oder sonstige Beschädigungen abbekommen können, ist ein wohldurchdachter Farbenkauf sinnvoll. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)

Auch in stärker frequentierten Zimmern, zum Beispiel im Büro, im Kinder- oder Jugendzimmer, in denen die Wände häufiger mal Stösse, Kratzer oder sonstige Beschädigungen abbekommen können, ist ein wohldurchdachter Farbenkauf sinnvoll. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)

Auch in stärker frequentierten Zimmern, zum Beispiel im Büro, im Kinder- oder Jugendzimmer, in denen die Wände häufiger mal Stösse, Kratzer oder sonstige Beschädigungen abbekommen können, ist ein wohldurchdachter Farbenkauf sinnvoll. So sind hier vor allem Wandfarben mit einer besonderen Deckfähigkeit gefragt. Wenn Sie sich diesbezüglich für eine Deckkraft in der Stärke I oder II entscheiden, profitieren Sie meist von einer deutlich robusteren Haltbarkeit der Farbe.

Und nicht nur das, denn scheuer- und kratzfest ist die Deckklasse II ebenfalls. Flecken auf der Wandoberfläche lassen sich somit relativ leicht entfernen. Nehmen Sie einfach einen feuchten Schwamm zur Hand, wischen ein paarmal leicht über die betroffene Stelle, und binnen kürzester Zeit ist der Schmutz beseitigt. Wandfarben mit der Deckkraft III sind hingegen nicht ganz so strapazierfähig, wobei sie aber dennoch einiges aushalten können. Mit Blick auf Deckkraft und Farbintensität werden übrigens bis zu sechs Kategorien unterschieden. Dabei zeichnet sich die Klasse VI bei den Wandfarben als diejenige mit der schwächsten Deckkraft aus.

Der Fokus liegt stets auf der Qualität des Produktes

Was tun, wenn eine aussergewöhnliche Haltbarkeit der Wandfarbe erforderlich ist? Das kann zum Beispiel in gewerblich genutzten Bereichen der Fall sein oder in Wintergärten oder Aussenanlagen etc. Unter diesen Voraussetzungen erfreuen sich nach wie vor Latexfarben einer grossen Beliebtheit. Wenngleich die neuen Produkte so gut wie kein Latex mehr enthalten, weil ihnen stattdessen ein besonders hoher Kunstharzanteil zugeführt wird, ist die Bezeichnung Latexfarbe geblieben. Zwar sind Wandfarben dieser Kategorie ein wenig teurer, aber sie sind überaus scheuerbeständig, absolut unempfindlich gegen Putzmittel, kratzfest und wasserdampfdurchlässig. Entscheidet man sich nach mehreren Jahren für einen neuen Anstrich, ist es freilich umso schwieriger, die alte Farbe von der Wand zu entfernen. Allerdings ist das kein Problem, denn die hohe Dünnschichtigkeit spricht diesbezüglich ebenfalls für sich. Für Sie bedeutet das: Die Latexfarbe lässt sich ohne Weiteres überstreichen, und die glatte Oberflächenstrukturierung bleibt auch für die nächsten Jahre uneingeschränkt erhalten.

Gehen Sie auf Nummer sicher

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer neuen Wandfarbe unbedingt auch auf die Reichweite. Denn selbst, wenn es auf den ersten Blick so scheint, als sei das jeweils infrage kommende Produkt besonders günstig, ist Vorsicht geboten. Denn bei auffallend günstigen Farbangeboten kann es bei einer geringen Reichweite durchaus sein, dass Sie die doppelte oder gar dreifache Menge einkaufen müssen, um die entsprechende Wandfläche bearbeiten zu können. Erfahrungsgemäss macht nicht jeder Anbieter die entsprechenden Angaben zu Reichweite, Deckkraft etc. Nehmen Sie das sicherheitshalber zum Anlass, um sich für eine andere Wandfarbe zu entscheiden. Denn wer will schon zu viel Zeit und Geld zum Streichen der Wände investieren, wenn es doch auch effizienter geht? Denn ein Umzug nimmt ohnehin meist viel Zeit in Anspruch.

 

Oberstes Bild: © Bejim – Shutterstock.com



Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


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