Kleber im Überblick – ein kleines 1×1

06.07.2019 |  Von  |  Produkte
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Kleber- ein universeller Wirkstoff, der all das zusammenhält, was zusammenbleiben soll. Ob nun Papier, Holz, Pappe, Haken.. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Klebstoff zu verwenden und dies nicht nur im herkömmlichen Hausgebrauch, sondern auf Baustellen, im Baugewerbe und Co. Dabei gibt es längst nicht „den Einen“ Klebstoff, sondern etliche Varianten dieses praktischen Hilfsmittels.

Damit es nicht zu bösen Überraschungen bei der Verwendung des Klebstoffs kommt, sollte natürlich klar sein, welcher Klebstoff für welchen (baulichen) Zweck geeignet ist. Denn natürlich ist es ein Unterschied, ob beispielsweise Fliesenkleber oder Alleskleber verwendet wird. Wird der falsche Klebstoff verwendet, kann dies mitunter zu erheblichen Problemen führen.

Was genau versteht man unter Klebstoff überhaupt?

Bei Klebstoff handelt es sich um einen nichtmetallischen Stoff. Seine besonderen Fähigkeiten zeichnen sich dadurch aus, dass er nicht nur verschiedene Werkstoffe (Holz, Glas, etc.) durch seine Oberflächenhaftung miteinander verbinden kann, sondern andere Funktionen übernimmt.

Ob nun das Abfedern von Schwingungen, dem Abdichten gegenüber Flüssigkeiten oder Gasen, sowie thermische Funktionen oder dem Schutz vor Zerfall. Kleber hat somit eine Menge positiver Eigenschaften. Ein alltägliches Leben ohne Kleber scheint somit unvorstellbar.

Etliche Produkte im Alltag werden von Klebern unterschiedlicher Funktion zusammengehalten: der Fussbaoden, auf dem wir laufen, der Ebook-Reader, der uns im Urlaub begleitet oder auch Bücher, die am Strand gelesen werden. Auch Autos und Matratzen gehören zum „Kleber-Klientel“. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Welcher Kleber ist für welchen Werkstoff geeignet?

Ob Alleskleber, Montagekleber, Holzleim, Glaskleber oder Sekundenkleber- nahezu jedes Material lässt sich mit dem richtigen Kleber gut befestigen. Wichtig ist jedoch zu wissen, wofür der jeweilige Kleber überhaupt gebraucht werden kann. In sehr vielen Fällen kann es bereits helfen, den allseits bewährten Alleskleber zu verwenden. Hierbei handelt es sich um einen Nassklebestoff, der vor allem Stoff, Holz oder Pappe wunderbar zusammenhalten kann.

Obwohl der Name „Alleskleber“ lautet, klebt er noch längst nicht alles zusammen. So ist zum Beispiel Vorsicht bei Stoffen wie Styropor oder bei anderen „künstlichen“ Materialien. Zudem hält der Alleskleber auch nicht immer auf Holz, es kommt auf dessen Verarbeitung und Beschichtung an. Da Alleskleber sehr empfindlich gegenüber höheren Temperaturen und Feuchtigkeit reagiert, sollte dieser Klebstoff nur innerhalb des Hauses verwendet werden.

Montagekleber- die Alternative zum Bohren

Montagekleber gehört ebenso zu den bekanntesten Kleberarten. Sein Vorteil: er erreicht eine sehr hohe Klebestärke, vor allem auf glattem Untergrund. Ob Holz, Keramik oder Metall, selbst als Dichtungsmittel eignet sich der Montagekleber.


Montagekleber klebt sehr stark und kann für viele Materialien verwendet werden. (Bildquelle: Nor Gal – shutterstock.com)


Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass der Montagekleber vor allem im Innenbereich eingesetzt werden kann. Einige Hersteller bieten auch Varianten für den Aussenbereich an.

Spezialkleber

Insbesondere für gewisse Materialien wie PVC, Textilien, Metall oder Styropor bietet der Einzel- oder Fachhandel extra Spezialkleber an, der genau auf diese Stoffe ausgerichtet ist. Dabei werden spezielle Haftmittel der Hersteller entwickelt, die sich dann auf eine Materialart „spezialisieren“.

Auch im Modellbau (zum Beispiel Eisenbahn) lässt sich der Spezialkleber anwenden. Andere Formen dieses Klebers sind zum Beispiel Knete oder Klebestifte, diese härten dann unter UV-Licht oder LED-Licht aus.

Glaskleber

Glaskleber eignet sich sehr gut zum Kleben von Duschen, Aquarien, Backöfen, diversen Displays (Smartphone) oder sogar Aquarien. Vor dem Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Glaskleber ungiftig und zugleich haltbar gegenüber Meerwasser ist. Auch zum Verkleben von Acrylwannen oder Duschwänden kann der Glaskleber wunderbar genutzt werden.

Bei minimalen Rissen im Smartphone Display kann der Glaskleber ggf. vor einem teuren Austausch bewahren. Jedoch sollte das Display bei grösseren Schäden ersetzt werden.

Darüber hinaus lässt sich der Glaskleber auch bei anderen Materialien wie Stein, Papier, Plastik oder Holz ebenfalls gut einsetzen und zeichnet sich durch eine hohe Klebekraft aus. Glaskleber ist extrem wasserfest und verklebt dichtend, so dass er sich wunderbar für den Nasszellenbereich eignet.

Allerdings sollte man sich bewusst machen, dass der Kleber sehr schwer zu entfernen ist und er über diverse Gefahrenstoffe verfügt. Daher sollte man auf jeden Fall den Anweisungen des Herstellers folgen.

Sekundenkleber

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist die Lieblingstasse zu Bruch gegangen. Nun muss es oftmals schnell gehen. Für genau diese Zwecke wurde der Sekundenkleber konzipiert. Metall, Glas, Porzellan oder Keramik, für diese Materialien eignet sich dieser Kleber besonders gut.



Allerdings sollten nur kleine Flächen mit dem Sekundenkleber geklebt werden, da die chemische Zusammensetzung nicht mehr „ermöglicht“.

Zum generellen Umgang mit Kleber

Bevor der entsprechende Kleber nun verwendet wird, sollten einige Vorbereitungen getroffen werden. Gerade wenn Kinder im Haus/in der Nähe sind, sollte auf Kleber geachtet werden, der möglichst über keine Lösungsmittel verfügt und auch sonst ungiftig ist.

Zudem sollte genau überprüft werden, ob Kleber und Klebevorhaben zusammenpassen. Die Oberfläche, auf der geklebt werden soll, sollte auf jeden Fall gesäubert, fettfrei und frei von Feuchtigkeit (z.B. Wasser) sein.

Sollte der Kleber dennoch über giftige Stoffe verfügen, sollte der Raum auch während des Klebeprozesses gelüftet werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass Kinder oder Tiere den Raum in dieser Zeit nicht betreten.

 

Titelbild: Syda Productions – shutterstock.com


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