Mehr Arbeit als gedacht: Was eine Haushaltsauflösung erfordert
von belmedia Redaktion Umzugspraxis
Eine komplette Haushaltsauflösung ist nicht mit einem klassischen Umzug vergleichbar. In der Regel findet er statt, wenn ein Mensch verstorben ist, in ein Pflegeheim umzieht oder die Wohnung zurückgelassen hat.
Für eine Einzelperson ist es kaum möglich, ein komplettes Heim zu leeren und die Spuren restlos zu entfernen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Schritte bei einer kompletten Haushaltsauflösung.
Bestandsaufnahme ist der erste Schritt
Vor allen anderen Schritten ist ein Überblick erforderlich. Selbst wenn eine Fachfirma für Entrümplungsdienste genutzt wird, wollen die Hinterbliebenen noch auf Wertgegenstände überprüfen, persönliche Gegenstände mitnehmen oder einfach Abschied nehmen. Der emotionale Faktor spielt bei Todesfällen eine grosse Rolle, bei Messi-Wohnungen oder Auflösungen nach Mietnomaden ist dieser Schritt meist Sache des Fachbetriebs.
Wer es persönlich macht, braucht eine Struktur. Raum für Raum zu arbeiten und feste Entscheidungen zu treffen ist die beste Lösung. Dabei sollten Dinge in der Wohnung stets nach folgenden Kriterien eingeordnet werden:
- Behalten
- Verschenken
- Verkaufen
- Entsorgen
Durch den Verkauf gut erhaltener Gegenstände lassen sich auch die Kosten für eine Profifirma reduzieren.
Entsorgung und Sperrmüll vom Fachmann machen lassen
Bei einer kompletten Haushaltsauflösung ist die Wohnung auch ohne persönliche Gegenstände noch voll. In den meisten grossen Städten bieten Sperrmülldienste die kostenlose Abholung nur begrenzt an. Für einen kompletten Hausstand reicht das nicht. Haushaltsauflösungen hinterlassen nicht nur Sperrmüll, auch Altmetall, Elektroschrott, Problemstoffe und zu recycelndes Material fallen an. Das meiste davon darf nicht einfach in den Hausmüll gehen.
Hinzu kommt, dass die Wartezeiten für Entsorgungstermine bei der Stadt oft wochenlang sind. Elektrogeräte wie Kühlschränke und Fernseher müssen getrennt entsorgt werden, gleiches gilt für Farben, Batterien oder Reinigungsmittel. Eine Fachfirma übernimmt nicht nur die Entsorgung, sondern auch die Mülltrennung und reduziert damit die Arbeit deutlich.
Professionelle Unterstützung ist bei Haushaltsauflösungen sinnvoll
Die Haushaltsauflösung ist körperlich und emotional belastend, wenn ein Mensch verstorben ist. Beruflich eingebundene Menschen sind oft nicht in der Lage, die Leistung selbst zu erbringen. Bei einem Umzug sind ein oder zwei Tage ausreichend, um eine komplette Wohnung oder gar ein Haus zu leeren, sind mehrere Tage erforderlich.
Professionelle Unternehmen übernehmen die wichtigsten Schritte, angefangen beim Ausräumen bis zur fachgerechten Entsorgung. Zusätzlich bieten erfahrene Dienstleister oft auch Entrümplungsleistungen zusätzlich an. Zu einer Wohnung gehören nicht nur die bewohnten Räume, sondern meist auch Dachboden und Keller. Wird alles von einem erfahrenen Team erledigt, reduziert das den Arbeitsaufwand deutlich. Manchmal ist es möglich, Wertgegenstände und alte Möbel aufrechnen zu lassen. Das reduziert den Preis für die Besitzer oder Bewohner der Wohnung deutlich.
Was bei der Suche nach einem Experten wichtig ist
Über soziale Medien oder in der Zeitung lassen sich viele Hilfsangebote für Entrümplungen und Haushaltsauflösungen finden. Das Problem ist, dass es sich fast immer um Privatpersonen handelt. Solche Dienstleistungen müssen aber allein aus versicherungstechnischen Gründen von Experten durchgeführt werden. Mit einer Betriebshaftpflichtversicherung ist sichergestellt, dass bei der Räumung keine bösen Überraschungen warten.
Wichtig ist, dass ein Anbieter immer zunächst eine kurzfristige und kostenlose Ansicht der Räume anbietet. Sie sollten sich erst dann entscheiden müssen, wenn Sie die möglichen Kosten kennen. Vergleichen Sie, bevor Sie sich entscheiden, denn eine Haushaltsauflösung ist ein wichtiger Schritt.
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