Nach dem Umzug: Streit mit den Nachbarn vermeiden

03.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Nach dem Umzug: Streit mit den Nachbarn vermeiden
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Wie lautet eine alte Redewendung: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ In der Tat können schon Kleinigkeiten handfeste Streitigkeiten unter Nachbarn herbeiführen, wie zum Beispiel spielende Kinder, Hundegebell, zu laute Musik oder Grilldämpfe. Gewiss schaden ein paar freundliche Worte, ein wenig Rücksichtnahme und Toleranz insgesamt nicht. So haben Sie schon bei Ihrem Umzug in eine neue Umgebung mit folgenden Kniffen die Möglichkeit, die Weichen für eine gute Nachbarschaft zu stellen.

Bekanntlich ist ein Umzug stets mit einem gewissen Trubel und Lärm verbunden, zum Beispiel durch Schritte oder Stimmen im Treppenhaus, Türenschlagen, herunterfallende Gegenstände, Bohren, Hämmern usw. Aus diesem Grund schadet es nicht, wenn Sie bereits vor Ihrem Umzug Ihre direkten Nachbarn in Kenntnis setzen, dass es in den nächsten zwei bis drei Tagen möglicherweise zu Ruhestörungen kommen könnte. Bei einem so freundlich formulierten Hinweis wird sicherlich jeder Verständnis für die Situation aufbringen.

Überhaupt schadet es nicht, von Anfang an das Gespräch zu suchen. Haben Sie also Ihren Umzug grösstenteils überstanden, macht es sich gut, wenn Sie sich in der Nachbarschaft kurz vorstellen. Ein kleiner Gruss, ein paar nette Worte – und schon ist die Basis für ein angenehmes Zusammenleben gegeben. Wer weiss, vielleicht ergibt sich ja im Rahmen dieser Vorstellungsrunde das eine oder andere erste nachbarschaftliche Treffen? Wenn Ihnen jemand ganz besonders sympathisch ist, laden Sie diese Person doch einfach zu einem leckeren Cocktail oder einem Kaffee ein.

Versuchen Sie generell, die klassischen Auslöser für nachbarschaftliche Streitigkeiten innerhalb Ihrer neuen Umgebung zu vermeiden:

– Dazu gehören in erster Linie die Gerüche, die beim Grillen entstehen. Gesetzt den Fall, Sie möchten am Abend Ihres Umzuges als kleines Dankeschön für Ihre Helfer einen netten Grill-Abend veranstalten, dann sollten Sie nicht zögern, Ihre direkten Nachbarn darüber zu informieren. Schliesslich können die typischen Grilldämpfe und -gerüche durchaus lästig sein.

Alternativ bestünde diesbezüglich natürlich die Möglichkeit, Ihre Nachbarn gleich mit einzuladen. Warum nicht? Wenn jeder eine Kleinigkeit mitbringt, ist an alle gedacht. Schliesslich kann niemand von Ihnen verlangen, dass Ihr Kühlschrank schon am Tag Ihres Umzuges prall gefüllt ist mit Fleisch und anderen Leckereien.

– In der Regel schafft man es nicht, bereits am Umzugstag die neuen Räumlichkeiten vollständig einzurichten. Und so ist es durchaus nicht unüblich, dass in den ersten Tagen gehämmert, gebohrt und getackert werden muss. Dennoch sollten Sie die gesetzlichen Ruhezeiten einhalten. Vermeiden Sie deshalb laute Geräusche in den Abend- oder Nachtstunden. Sofern es sich, aus welchen Gründen auch immer, aber einmal nicht vermeiden lässt, zu später Stunde noch das Werkzeug zu beanspruchen, tun Sie gut daran, die Nachbarn rechtzeitig zu informieren.

– Haben Sie Haustiere? Versuchen Sie unbedingt, Ihre Nachbarschaft vor lautem Hundegebell zu verschonen. Grundsätzlich sollten Sie sich bereits vor Ihrem Umzug in das neue Zuhause beim Vermieter oder in der Nachbarschaft informieren, ob Hunde gestattet sind oder nicht. Natürlich können Bello, Lumpi oder Wuffi durchaus niedlich sein. Und auch ein Kläffen hier und da wird gewiss keinen Nachbarn so leicht auf die Palme bringen. Andauerndes Gebell allerdings stellt für viele eine echte Belastung dar.

Achten Sie deshalb darauf, wie sich ihr geliebter Vierbeiner verhält, wenn Sie mal länger aus dem Haus sind. (Bild: Mary Rice / Shutterstock.com)

Achten Sie deshalb darauf, wie sich ihr geliebter Vierbeiner verhält, wenn Sie mal länger aus dem Haus sind. (Bild: Mary Rice / Shutterstock.com)

Achten Sie deshalb darauf, wie sich ihr geliebter Vierbeiner verhält, wenn Sie mal länger aus dem Haus sind. Trauert Ihr kleiner Freund Ihnen dann nach und tut dies durch lautes, stundenlanges Gebell kund? In dem Fall ist unbedingt Handlungsbedarf gegeben. Denn Hundegebell ist auf die Dauer weder für das Tier selbst von Vorteil, noch ist es förderlich für ein friedliches Zusammenleben.

– Spielende oder lärmende Kinder sind vielen Menschen ein Dorn im Auge. Fakt aber ist, dass der Gesetzgeber in diesem Zusammenhang eindeutig auf der Seite der lieben Kleinen ist. Mit Blick auf ein friedliches Zusammenleben in der Nachbarschaft sollten Sie sich trotzdem nicht ausschliesslich auf die geltende Rechtslage berufen. Legen Sie statt dessen Wert auf gegenseitige Rücksichtnahme. Weisen Sie Ihre Kinder darauf hin, die Lautstärke beim Spielen möglichst im Zaum zu halten. Machen Sie ihnen den Sachverhalt klar und versuchen Sie, sie ein wenig zu sensibilisieren.

Im Gegenzug ist freilich auch Ihr Nachbar gut beraten, nicht gleich bei jedem grösseren Lärmpegel „an die Decke zu gehen“. Immer wieder zeigt sich gerade in dieser Hinsicht, wie wertvoll ein freundliches, offenes Gespräch sein kann. Vielleicht gelingt es im Zuge dessen ja, spezielle Zeiten zu vereinbaren, in denen die lieben Kleinen mal etwas lauter sein dürfen?

Kommunikation ist eben alles – im Sinne einer guten Nachbarschaft. Setzen Sie also nicht nur die eigenen Belange durch, sondern legen Sie von Anfang an Wert auf Rücksichtnahme und Toleranz.

 

Oberstes Bild: © PathDoc – Shutterstock.com



Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


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