13. Dezember 2016

Online-Wohnungsindex OWI zeigt Entspannung auf dem Schweizer Wohnungsmarkt

Im Sommerhalbjahr 2016 (1. April bis 30. September 2016) haben sich die Insertionszeiten von Mietwohnungen auf Internetplattformen in der Schweiz deutlich verlängert. Grund für die Entspannung ist vor allem die gestiegene Zahl der angebotenen Wohnungen. Zur Vorperiode kletterte diese von 169'838 um 12% auf 189'482 Einheiten. Dies ist das Ergebnis des Online-Wohnungsindex OWI, der halbjährlich vom Schweizerischen Verband der Immobilienwirtschaft SVIT und der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich errechnet wird. Im gleichen Zeitraum nahm die Nachfrage kaum zu, was zu markant längeren Insertionszeiten für Wohnungen auf den Internetplattformen von 33 gegenüber 28 Tagen in der Vorperiode führte, bis eine Wohnung vermietet werden konnte. Der OWI ist ein wichtiger Indikator für Angebot und Nachfrage am Schweizer Mietwohnungsmarkt und vermittelt – im Unterschied zu den amtlichen Leerwohnungsstatistiken – ein dynamisches und realistisches Bild über die Marktsituation für Mieter und Vermieter.

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Trotz niedriger Zinsen immer höhere Mieten? Eine Trendwende

Wer heute eine Wohnung sucht, muss dafür die Hälfte mehr an Miete zahlen als noch im Jahr 2000. Das wird aus dieser Grafik deutlich. Im Vergleich dazu betrug die Inflation lediglich 7 Prozent. An den Zinsen für Immobilienfinanzierungen liegt der Mietanstieg nicht. Die sind nämlich historisch niedrig. Der durchschnittliche Zins für Hypotheken hat sich seit 2008 von 3.5 auf unter 1.7 Prozent halbiert. Trotzdem verteuerten sich die Angebotsmieten in dieser Periode um 17 Prozent. Das allgemeine Preisniveau sank im gleichen Zeitraum sogar um 2 Prozent.

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